Sessionseröffnung
2009/2010  


11ter-im-11ten-Feier im Renaissance Hotel am 14.11.2009

Der Kölner Karneval wird traditionell am 11. im 11. auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt eröffnet. Gefeiert wird an diesem Tag aber nicht nur vor einer großen Bühne inmitten Tausender Jecken auf dem Heumarkt selbst, sondern in der gesamten Altstadt. Auch wenn der eigentliche Straßenkarneval erst drei Monate später beginnt, so wird am Tag der Eröffnung trotzdem auch auf der Straße und in den Kneipen der Innenstadt kostümiert gefeiert. Der Karneval beginnt also im November, dem Monat der Besinnung auf Tod und Vergänglichkeit. Es klingt für ein Freudenfest unlogisch, geht jedoch zurück auf die gefühlsbedingte und zeitliche Abfolge griechischer, römischer und germanischer Traditionen, denen man auch in unseren Tagen noch teilweise folgt. Im November gedachte man der Götter, die für die Gaben des Herbstes, vornehmlich den Wein, zuständig waren. Der Kölner Karneval wurzelt auch heute noch in kultischen Bereichen, die eine lange Geschichte haben. Es fehlt dem 11. im 11. auch nicht an einer geschichtlichen Grundlage. In der gallischen Kirche bereitete der Advent nicht auf Weihnachten, sondern auf das alte Hauptfest Epiphanie vor. Der Advent war eine Fastenzeit, die am Martinstag (11. im 11.) begann und 56 Tage dauerte. Am letzten Tag vor Beginn dieser Fastenzeit konnten die Menschen – analog zur Fastnacht – noch einmal schlemmen.

Präsident Detlef Kramp begrüßt Greesberger und Gäste
zur Eröffnung der Feier im Renaissance Hotel

Fritz Appold und Familie strahlen ebenso wie...

... Brigitte Häßlein und Bernhard Vosen!
In vielen Regionen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und in Südtirol sind Umzüge zum Martinstag üblich. Bei den Umzügen ziehen Kinder zum Gedenken mit Laternen durch die Straßen der Dörfer und Städte. Begleitet werden sie häufig von einem auf einem Schimmel sitzenden und als römischer Soldat verkleideten Reiter, der mit einem roten Mantel den Heiligen Martin darstellt. Zum Abschluss gibt es häufig ein großes Martinsfeuer.
Na, dann laßt uns mal den Start der neuen Session zünftig feiern!
Seit einigen Jahren ist aber zu beobachten, das „Halloween“ mehr oder weniger die Tradition des Martinstages verdrängt. Halloween ist das Gruselfest. Das besonders in Amerika populäre Fest erfreut sich auch in Europa einer immer größeren Beliebtheit. Der Halloween-Brauch hat einen keltischen Ursprung. In der Nacht des elften Neumondes, vom 31.Oktober auf den 1. November jeden Jahres, wurde der Samhain, das keltische Neujahrsfest, gefeiert. In dieser Nacht hat man sich vom Sommer verabschied

Kaum zu glauben - das sind unsere "Kölsche Greesberger"!

Unsere Trainerin Antonia Dawiedofski präsentiert
ihre "Großen", die Erwachsenen-Tanzgruppe (TG).


„In Kölle jebützt“. Die Session ist eröffnet.
Auf dem Heumarkt und in der ganzen Altstadt feierten seit dem frühen Morgen rund 70.000 Jecken den Beginn der Karnevalssession 2009/2010. Pünktlich um 11:11 Uhr eröffneten Peter Schmitz-Hellwing, der Präsident der Willi-Ostermann- Gesellschaft, Oberbürgermeister Jürgen Roters und Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach die Session mit einem dreifachen „Kölle Alaaf“.



  
Neue, frohe Gesichter bei den Greesbergern... ...neue Plaggen für die Tanzgruppen... ... was will man mehr?
Heutzutage finden die Eröffnungsfeiern auch an anderen Daten rund um den eigentlichen 11. im 11. statt, wenn es organisatorische Gründe erfordern.
Die Greesberger feierten deshalb auch am Samstag, 14.11.09, weder den Sankt Martin noch das Gruselfest Halloween, sondern die Eröffnung der Session 2010 im Renaissance Hotel. Das Renaissance Cologne Hotel in der Magnusstraße ist eines der besten gehobenen Hotels in Köln.
Bereits um 18:30 Uhr traf man sich im Foyer, um das karnevalistische Eröffnungsfest der Greesberger einzuläuten. Um 19:00 Uhr wurden dann die Türen des Festsaales geöffnet und man nahm Platz an den festlich gedeckten Tischen.

... nicht nur jede Menge Akrobatik bot uns dieser tolle Abend -
Der Präsident Detlef Kramp hielt seine Eröffnungsrede und der Entertainer Dieter Jakobs war für den musikalischen Teil des Abends zuständig. Die erste Programmnummer war Helmut Enderlein, der mit Gesang und seiner Gitarre durch eine musikalische Zeitreise führte.
Da wurden bei dem ein oder anderen wieder Erinnerungen wach. Nach der musikalischen Einlage von Helmut Enderlein ging es dann wieder in das Foyer, wo das Buffet aufgebaut war. Die Köche des Renaissance Hotels hatten ein schmackhaftes Essen vorbereitet mit zahlreichen Köstlichkeiten aus der Region und Umgebung. Zum Hauptgericht zählte der gegrillte Schweinerücken an Pilzsauce und der gegrillte Zanderfilet auf Orangen und Fenchelgemüse. Bei diesem kulinarische Buffet tauchten dann ausserdem Speisen auf wie die Cremesuppe von der Roten Beete, geräucherte Entenbrust auf Waldfpilzconfit oder zum Dessert Triffle von Plaumen und Vanillecreme. Das Buffet bot vielerlei Gerichte, die vermutlich nicht so häufig auf den Speiseplänen eines normalen Haushaltes stehen. Nachdem dann alle Teilnehmer so fürstlich gespeist hatten kam der erste offizielle Auftritt der JTG und der TG „Kölsche Greesberger“. Besonders zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass die JTG zu diesem Zeitpunkt schon drei Auftritte hinter sich hatte. Auch die TG „ Kölsche Greesberger“ waren nach dem Auftritt bei unserer 11. im 11. Feier wieder auf dem Sprung zu einer anderen Veranstaltung. Anhaltender Applaus war das „Dankeschön“ für ihre hervorragenden Darbietungen.
Natürlich keine Feier ohne Ehrungen. Dafür bietet sich der Rahmen einer solchen Sessions- Auftaktfeier besonders an. Im Kreise der Senatoren wurden an diesem Tag die Mitglieder Christian Siegmund und Jens Lübbers aufgenommen. Besonders erwähnte Präsident Detlef Kramp die 50jährige Mitgliedschaft von Senator Herbert Hoven in unserer Gesellschaft. Auf den Senator Wolfgang Goeldner wurde auch hingewiesen, der nicht nur 40 Jahre Greesberger ist, sondern auch schon 40 Jahre den Titel „Senator“ führt. Nanu! Wie geht denn das? Schon gesetzt ist der Auftritt des Geschäftsführers Georg Steinhausen. In seiner Büttenrede beschrieb er die Fahrt mit einem gebrauchten Campingwagen in den Urlaub.

... Detlef und Heinz kürten neue Senatoren ...

... und natürlich gab unser Schorsch (Georg Steinhausen)
wieder sein Bestes als Wortkünstler!
Heute ist die „Fünfte Jahreszeit“ für viele Bürger die schönste Zeit des Jahres. Die Obrigkeit war, im Gegensatz zu heute, oft dagegen: Viele Erlasse richtete der Rat im späten Mittelalter gegen das karnevalistische Treiben; von 1795 bis 1803 verboten die Franzosen den Karneval, weil er ihnen nicht geheuer war, die Preußen sahen ihn zeitweilig als „provozierende Volkslustbarkeit“ an. Trotzdem wurde das Festkomitee 1823 gegründet; trotzdem gibt es Prinz, Bauer und Jungfrau seit 1871. Und selbstverständlich feiern wir auch noch heute unseren Fastelovend. Die jecken Rheinländer sind nicht aufzuhalten. Vorsicht, es sind nie enden wollende Spaßmacher“. Der Kölner Karneval zählt seit Jahrhunderten zur besonderen Kultur unserer Stadt. Doch das große Fest ist und bleibt aber nur ein Winterbrauchtum, denn "am Aschmittwoch ist ja bekanntlich alles wieder vorbei!"
Fotos: Bernhard Vosen & Claus Adams
 
Text: Georg Steinhausen