Einen Tag mit der JTG

Präsident "op Jöck"

Vor einiger Zeit schon kam vom Leiter unserer Jugendtanzgruppe Wolfgang Stockhausen eine Einladung, die Jugendtanzgruppe an einem Auftrittstag zu begleiten.

 

Ich gebe zu: ich hatte Bedenken. Was wollen die jungen Tänzerinnen und Tänzer mit mir älterem Herren im Seniorenalter im Bus schon groß anfangen? Aber nun gut. Wir - d.h. meine Frau Dagmar, meine „Stieftochter“ Julchen und ich - nahmen die Einladung sehr gerne an. Ein Termin wurde gesucht und gefunden wurde der 27. Januar 2018. Mit dem Bus sollte es quer durch Köln gehen.

Der Samstag war endlich da und wir erreichten gegen 13.00 Uhr die Arena in Köln-Deutz. Wolfgang Stockhausen holte uns am Künstlereingang ab und brachte uns auf die Tribüne. Hier fanden wir die meisten Tänzerinnen und Tänzer vor, die von ihren Plätzen aus das Programm der "2. Lachenden Pänz-Arena" verfolgten. Freundlich wurden wir begrüßt und setzten uns einfach dazu.

 

Gegen 13.45 Uhr hieß es dann: Fertigmachen, wir müssen zum Bus. Flugs wurden alle Jacken, Rucksäcke, Auftrittsutensilien und der Plaggen eingepackt und wir machten uns auf den Weg. Am Bus angekommen, wurden wir herzlich vom Busfahrer begrüßt. Der kannte alles, was nun folgte. Wir nicht. Moment! Doch, mir kam es auch bekannt vor... ich fühlte mich um Jahre zurückversetzt in meine Schulzeit: Klassenfahrt nach Lindlar. Alle wollen in den Bus, alles muss mit, Sitzplätze müssen gesichert werden. Herrscher über das scheinbare Chaos: der Tanzgruppenleiter, die Trainerinnen und die Betreuerinnen. Wahnsinn. Gut, dass wir nur Beobachter sind. Irgendwann ist alles eingeladen, Plätze sind verteilt, der Busfahrer mit den aktuellen Karnevals-CDs versorgt und los geht's nach Rath-Heumar in die dortige Grundschule. Getanzt werden soll auf einer Karnevalsveranstaltung der Aktion Freizeit Behinderter e.V.

 

Unterwegs wird sich für den Auftritt gestärkt. Verpflegung wurde scheinbar tonnenweise mitgeführt: frisch geschnittene Gurkenscheiben, Chips, Flips, selbstgebackene Brownies, kleine Pizza-Snacks, Fleischwurstscheiben, Laugenstangen und Getränke. Wie selbstverständlich dürfen wir mitessen. In diesem Moment strich ich in Gedanken mein Abendessen. Kurz vor der Schule war dann Endstadion; die Schule lag in einer Sackgasse und es gab keine Wendemöglichkeit. Also alle raus aus dem Bus. Vorher gab es die Order: Jacken an und Handys bleiben im Bus. Ja und da hatte es mich dann auch gepackt: brav nahm ich meine Jacke von der Ablagefläche und legte mein Handy in meinen Rucksack, der im Bus bleiben sollte. Moment... Jacke okay - Handy muss aber mit, denn ich wollte ja Bilder machen.

 

Nachdem wir nach knapp 150 Metern Fußmarsch die Schule erreicht hatten, wurde noch einmal überprüft, ob nichts vergessen worden ist, was man eventuell beim Auftritt brauchen würde. Alles da? Gut, also rein und anmelden.

Auch wenn bei dieser Veranstaltung nicht allzu viele Zuschauer im Saal waren, wurde sich konzentriert auf den Auftritt vorbereitet. Alles mit einer souveränen Lockerheit, die aber sofort einer freudigen Anspannung wich, als aus dem Saal die ersten Töne des Greesbergmarsches ertönten: Op noh´m Greesberg.....

So wie wir unserer Jugendtanzgruppe aus dem Tanzbrunnen oder dem Maritim kennen, wurde mit viel Freude und Leidenschaft den anwesenden Gästen gezeigt, was in vielen

 

Monaten Vorbereitung erarbeitet worden ist. Ein herzlicher Applaus war der Lohn für diesen tollen Auftritt. Nach der Verabschiedung durch den Veranstaltungsleiter hieß es: alles zurück in den Bus. Dort angekommen ging es weiter zum nächsten Auftritt: zum Kinderball der Kölschen Lotterboove in der Wolkenburg. Unterwegs wurde viel gelacht und zur Abwechslung etwas gegessen: hier reifte in mir der Entschluss, auf mein morgiges Frühstück zu verzichten.

 

In der Wolkenburg angekommen, mussten wir etwas warten und durften auf Kosten der Lotterboove essen und trinken: hier streikte ich. Während unsere Tänzerinnen und Tänzer sich mit Mitgliedern anderer Tanzgruppen unterhielten, Blessuren verarztet oder das Programm verfolgt wurde, saßen wir inmitten des Gewimmels und staunten über die nicht enden wollende Energie im Wartebereich.

Schließlich aber auch hier der Ruf: Aufstellen, es geht los! Unter großem Jubel zog die Jugendtanzgruppe in die Wolkenburg ein und brachte die im Saal anwesenden Gäste mit ihren Tänzen zum Staunen. Nach zwei Tänzen bedankte sich der Sitzungsleiter bei den Tänzerinnen und Tänzern mit einem dreifachen Kölle Alaaf.

 

Wolfgang Stockhausen hatte dem armen Sitzungsleiter auf der Auftrittskarte notiert, dass auch ich mich im Gefolge befände. Der arme Mann. Nun war er in der Pflicht, auch mich zu begrüßen. Ich bedanke mich hier herzlich bei Ihm für den Versuch, meinen Namen richtig auszusprechen. Ich sage es mal so, es waren alle Buchstaben vorhanden. Es mag ihn trösten, fast keiner kann meinen Namen richtig aussprechen. Auch hier hieß es dann wieder: raus und in den Bus.

 

Nachdem wir alle wieder Platz genommen hatten, ging es zurück in die Arena nach Köln-Deutz. Dort angekommen, verabschiedeten wir uns voneinander. Für die Jugendtanzgruppe stand nun noch das "Lebendige Bühnenbild" auf dem Programm - für uns leider der Heimweg.

 

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön, dass wir mit Euch unterwegs sein durften. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Gerne sind wir wieder einmal mit dabei ... wenn Ihr denn wollt!

                                                                                                                                                                                                                                                                                                           MO

Neue Winterjacken


Bei einer unserer letzten Trainingseinheiten gab es schon eine vorweihnachtliche Bescherung.
Wir wurden durch unsere Leitung mit neuen Winterjacken ausgestattet.

Ein herzlicher Dank geht an unseren Förderverein, der sich mit einer grosszügigen Spende an der Beschaffung der neuen Winterjacken beteiligt hat.

Danke sagen wir auch allen anderen Gönnern uns Spendern, die mit Ihren Spenden dazu beigetragen haben, das uns diese Anschaffung noch vor

dem Winter gelingen konnte.

 

WS