Aktuelles aus der Gesellschaft


 

Gemeinsames Trainingslager der JTG Kölsche Greesberger und den Rhein-Erft-Perlen Frechen vom 26.08.2022 bis 28.08.2022 im Jugendhof Finkenberg

 

Am Freitag, 26.8.2022, starteten wir gemeinsam mit den Rhein-Erft-Perlen Frechen ins

Trainingslager.

Nach Ankunft im Jugendhof Finkenberg bezogen wir zuerst unsere Zimmer, stärkten uns etwas und

schwups standen wir auch schon zu unserer ersten Trainingseinheit in der Sporthalle. Den Abend

ließen wir gemeinsam ganz entspannt ausklingen.

Der Samstag stand ganz unter dem Motto "trainieren, schwitzen, bewegen und Spaß". Am Abend

brutzelten wir das Grillgut auf dem Grill, feierten eine Mini-Disco Party mit kleinen und großen

Tänzerinnen und Tänzern oder begaben uns in das spontan eröffnete Haarstudio. Die Nächte waren

kurz, aber dafür lustig und schön.

Beim Abschlusstraining am Sonntag waren die Spuren der vergangenen Trainingseinheiten und

Nächte natürlich schon spürbar und wir fuhren nach dem Mittagessen mit schweren Beinen, kleinen

Augen, aber auch mit einem freudigen Gefühl Richtung Köln.

Es war ein superschönes Wochenende mit neuen Bekanntschaften, kleinen Knospen wachsender

Freundschaften, einem tollen Team aus Tänzerinnen, Tänzern, Betreuern, Trainern und Leitern, aber

vor allem mit viel Spaß. Es war toll mit euch allen.

Eure JTG Kölsche Greesberger


Schützenfest in Mechernich-Kommern vom 19.-21. August 2022

 

Op noh’m Greesberg, wells do Freud dir mache. Op noh’m Greesberg, wells do häzlich laache. Denn do maache mir nur dolle Tön und sage dann am Schluss bestemmb, wat wor dat wunderschön.

Nach diesem Motto machten sich am Freitag sowie am Samstag (19./20.08.2022) einige Mitglieder mit Privat-Pkw auf den Weg zu unseren Karnevalsfreunden der KG Greesberger 1947 e. V. nach Mechernich-Kommern.

Aber Hallo! Greesberger fahren zu den Greesbergern? Ist das nicht ein bisschen eigenartig? Nein! Das ist Realität. Wer hat dann wohl von wem den Namen abgeguckt?

Aufgrund des Gründungsjahres kann es doch nur die KG Greesberger aus Kommern gewesen sein. Aber das ist alles nur Spekulation, denn es gibt bei der Namensfindung beider Vereine schon große Gemeinsamkeiten. Und da spielt der Griesberg die entscheidende Rolle. Der Griesberg in Kommern ist ein Höhenzug, der sich von Südwesten nach Nordosten auf dem rechten Bleibachufer erstreckt. Die höchste Erhebung ist die Altusknipp mit 375,4 m. Das Wort Gries bedeutet Sand. Der „Griesberg“ ist ein aus Sand aufgebauter Höhenzug. Auf dem Griesberg wurde zwischen 1807 und 1883 Bleierzabbau betrieben, der zwei Tagebaue, Schachtreste und Stollen hinterließ.

Der Name „Greesberger“ der G.K.G. aus Köln wird ebenfalls von Griesberg abgeleitet. Griesberg war ursprünglich eine Flurbezeichnung in Anlehnung an den alten Dingstuhl „Griesberg“ im Amte Hülchrath. Im Norden Kölns, außerhalb der Stadtmauer hin bis nach Euskirchen, lag das Griesland. Das war guter Ackerboden, durchsetzt mit Kieshügeln. Dieser Kies hieß im Volksmund Gries oder Grees. Im Eigelsteinviertel waren die „Kappesboore“, die das Greesbergland bearbeiteten, zu Hause.

 

Eine langjährige Freundschaft verbindet beide Karnevalsvereine, die allerdings auch lange Jahre unterbrochen war. Hans-Diethard Eichinger-Heß und Georg Steinhausen haben diese Freundschaft 2018 wieder aufleben lassen.

 

Der erste Teil dieses Berichts wurde noch unter der Sparte „Heimatkunde“ geführt. Jetzt folgt der unterhaltsame Teil.

 

Hans-Diethard Eichinger-Heß ist nicht nur Mitglied der Greesberger Köln, sondern auch Präsident der St. Sebastianus-Bruderschaft e.V. Kommern von 1859. Dieser Schützenverein - der fast so alt ist wie die Gesellschaft der Greesberger - feierte vom 19. – 21.08.2022 das traditionelle Schützenfest. Beim Fischbrunch der Greesberger am 06.03.2022 wurde die Idee geboren, das Schützenfest in Kommern zu besuchen.

Gesagt - Getan! So machten sich einige Greesberger aus Köln auf den Weg nach Kommern.

Für eine kleine Abordnung begann das Event „Schützenfest in Mechernich-Kommern“ schon am Freitag, den 19.08.2022. Nach dem Einchecken ins Hotel Komm‘In wurde erstmal eine Ortsbegehung durchgeführt, bevor es abends zur Ein-Euro-Party in die Kommerner Bürgerhalle ging.

 

In der Bürgerhalle war ab 20:00 Uhr eine Party mit DJ Fugi angesagt. Am Samstagnachmittag waren die Greesberger dann auch vollzählig. Treffpunkt war für alle das Festplatzgelände an der Bürgerhalle.

Ab 14:30 Uhr begannen die Schießwettbewerbe, u. a. um die Würde der Pokalkönigin, des Bürgerkönigs und die Pokale der Ortsvereine.

 

Um 16:30 Uhr wurde der Schießwettbewerb dann auch für uns spannend. Denn dann hieß es „Greesberg Kommern trifft Greesberg Köln“. Der Schießwettbewerb – an dem auch die Greesbergdamen teilnehmen durften – ging leider für uns leer aus. Den Vogel abgeschossen hatten unsere Karnevalsfreunde aus Kommern. Geschossen wurde mit einer „Donnerbüchse“, die wie der Name schon sagt, ziemlich laut war.

Um 19:00 Uhr setzte sich der Festzug an der Bürgerhalle in Bewegung, um das amtierende Königspaar zu Hause abzuholen. Wir Greesberger waren nicht nur dabei, sondern auch mittendrin. Im Dorf gab es noch zweimal einen geplanten Halt für einen Umtrunk. Der Umzug endete wieder an der Bürgerhalle, in der dann der Ball des Königspaares stattfand. Ab 20:00 Uhr gab es Livemusik mit der Band „Shout“. Es wurde ein schöner und für einige Wenige ein langer Abend.  

 

Die Majestäten, Bogenprinzessin Antje Henric-Petri, Jungschützenprinzessin Sahra Tholl, Bürgerkönig Leon Heske und das Königspaar Thomas und Nicole Bank hatten die längste Regentschaft seit 1946 in der Geschichte der Schützenbruderschaft innegehabt. Coronabedingt waren sie gemeinsam von 2019 bis 2022 in Amt und Würden.  

 

Der Sonntag begann um 10:00 Uhr mit einer Schützenmesse in der Kommerner Pfarrkirche St. Severinus. Im Anschluss wurde in alter Bruderschaftstradition am Krieger-Ehrenmal ein Kranz niedergelegt. Hier traf man sich, um den Kriegsgefallenen und verstorbenen Schützenbrüdern zu gedenken. Der Präsident der Kommerner St. Sebastianus Schützenbruderschaft, Diethard Eichinger Heß, hielt eine beeindruckende und emotionale Rede.

 

Die Erinnerung an diese Menschen, egal ob durch Krieg, Krankheit oder andere Schicksale von uns gegangen, soll allen Mut und Kraft geben, zusammen nach vorne zu schauen und gemeinsam für eine Sache einzustehen. Dann haben Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und solche Einstellungen kein Platz mehr in unserer Gesellschaft. Weltoffenheit und liberales Denken sollten weiter um sich greifen. Krieg hat keine Sieger, nur Verlierer!

 

Von hier aus ging es mit musikalischen Klängen zum Frühschoppen in die Bürgerhalle. Zu diesem Zeitpunkt waren aber einige Greesberger schon wieder auf dem Heimweg, weil zu Hause andere Verpflichtungen warteten. Jetzt hieß es, drei Stunden bis zum großen Festumzug zu überbrücken. In der Bürgerhalle war wieder Programm angesagt: Linedance Party mit DJ Fugi und ein Liveevent mit AA Shook Up.

 

Gegen 13:00 Uhr kamen die Zugteilnehmer aus allen Richtungen zum Aufstellplatz. Die jugendlichen Schilderträger formierten sich und die Vereine und Gesellschaften nahmen an ihrem zugeteilten Standortplatz die Positionen ein. Doch bevor der Festzug sich in Bewegung setzte, gingen die Honoratioren und die Ehrengäste - darunter auch unser Präsident Markus Otrzonsek – den Zug am Aufstellplatz ab. Der Festzug durch das Dorf führte über die Hüllenstraße, Kölner Straße, Müllengasse, Talweg, Schopsland, Kirchberg und Gielgasse. Die Anwohner hatten Straßen und Häuser festlich geschmückt. Kommern hat das größte geschlossene Fachwerkensemble im Rheinland.

 

Auch in diesem Festzug waren die Greesberger mit einer kleinen Abordnung vertreten. Im Zug selbst machten wir dann auch ein wenig Werbung für unsere Veranstaltungen 2023. Wir verteilten am Zugweg unseren Flyer mit Gummibärchen, die Karl-Heinz Liebermann ein paar Tage vorher liebevoll verheiratet hatte.

 

Wie sollte es auch anders sein, der Zug endete wieder an der Bürgerhalle. Im Anschluss daran spielten die Spielleute zum „Großen Zapfenstreich“ auf. Auch die deutsche Nationalhymne wurde gespielt. Der Musikverein St. Martin aus Eicks gab dann auf dem Platz vor der Bürgerhalle noch ein einstündiges Konzert. Die Ziehung der Tombola-Gewinne, das Schießen um die Würde des Schützenkönigs, die Proklamation der neuen Majestäten und das Platzkonzert des Tambourcorps „Einigkeit“ Kommern zum Ausklang haben wir dann nicht mehr verfolgt. Denn dann hieß es auch für die restlichen Mitglieder der Greesberger: „Abfahrt in Richtung Köln.“ Wir hatten alle jede Menge Spaß. Wir danken unserem Mitglied, Hans-Diethard Eichinger-Heß, der die Idee dazu hatte und uns diesen Besuch am Wochenende ermöglichte. Zu Hause angekommen, wurden wir dann darüber informiert, dass Stephan Weber und Chiara Eichinger das neue Königspaar geworden sind. Die Freude war bei Stephan Weber riesig, als er mit dem 37. Schuss den Vogel runterholte. Große Freude kam aber auch bei Marion und Hans-Diethard Eichinger-Heß auf, denn das neue Königspaar wird von ihrer Tochter Chiara Eichinger und ihrem Schwiegersohn in spe gestellt. Herzlichen Glückwunsch von uns allen. Die Greesberger freuen sich jetzt schon auf das Schützenfest im Jahre 2023, das vom 18.08. bis 20.08.2023 stattfinden wird.                GS


Sommerfest der Greesberger und des KrK auf Gut Leidenhausen am 13.08.2022

Strahlendblauer Himmel und sommerliche Temperaturen waren die besten Voraussetzungen für das Sommerfest der Großen Karnevalsgesellschaft Greesberger e. V. Köln von 1852 in Kooperation mit dem Kreis rheinischer Karnevalisten (KrK). Ein fröhliches Familiensommerfest bei freiem Eintritt. Ein Fest, das die ehemaligen Kappesbuure vum Eigelstein op die Schäl Sick führte. Es wurden eine Hüpfburg und ein Kinderkarussell aufgestellt, es gab Führungen in der Greifvogelstation und eine Imkerführung. Außerdem stand eine rollende Waldschule zur Verfügung, es gab die Möglichkeit, Bienenhotels zu basteln und man konnte an einem Glücksrad sowohl kleine als auch größere Preise gewinnen. 

Mit dem Aufbau wurde schon am Freitag begonnen. Der Gesamtaufbau erfolgte mit Unterstützung fleißiger Helfer am Samstagmorgen. Allerdings wurde schon monatelang vorher geplant und organisiert.   

Gut Leidenhausen ist ein Baudenkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes.

Entstanden ist die Hofanlage als Rittersitz entlang des Mauspfads, der 1329 als Besitz von Hermann von Deutz erwähnt wird und somit zu den ältesten Zeugnissen des Ortes Eil und der Stadt Köln gehört. Die Hofanlage stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, wurde im 19. Jahrhundert renoviert und um 1920-1930 nach Plänen des bekannten Kölner Architekten Ludwig Paffendorf erweitert. Entstanden ist ein Ensemble zeitlich verschiedener, jedoch im Stil aufeinander abgestimmter Gebäude. Das Gut Leidenhausen wurde im Jahre 1963 mit einer Größe von 170 ha durch die Stadt Köln erworben.

Der Name „Leidenhausen“ geht auf das 7. bis 9. Jahrhundert zurück und bedeutet: „Die Siedlung oder der Hof eines Besitzers namens Leido.“ Seit dem 14. Jahrhundert ging der ehemals von Wasser umwehrte Rittersitz durch die Hände mehrerer adliger Familien.

Erstmalig wurde das Sommerfest in einer Kooperation mit dem Kreis rheinischer Karnevalisten (KrK) durchgeführt. Das Familiensommerfest erfolgte auf Initiative von Georg Steinhausen, der nicht nur das Geschäftsführeramt der Greesberger innehat, sondern auch seit Mai 2022 Geschäftsführer der Karnevalisten-Vereinigung ist.

Pünktlich um 14:00 Uhr gab es einen Tusch. Von den Musikern „Otto und Pascal“ wurde das Fest eröffnet und die Gäste durch Präsident Markus Otrzonsek begrüßt. Otto und Pascal waren für den ganzen Tag als Alleinunterhalter gebucht. Das Kettenkarussell machte seine ersten Runden, die Hüpfburg wurde freigegeben, die Grillwürstchen und Steaks brutzelten über heißer Grillkohle und das Bier sollte nun bis zum frühen Abend laufen. Alles war auf Spaß ausgerichtet und unsere Besucher strömten von beiden Seiteneingängen auf den Veranstaltungshof. Der große Lindenbaum auf dem Hof lieferte dabei den gewünschten Schatten. Die Hüpfburg wurde vom Reitercorps der Greesberger betreut und das Kettenkarussell von den Tänzerinnen und Tänzern der TG „Kölsche Greesberger“.   

Die angekündigte Pferdekutsche, die für den Transfer der Besucher vom Parkplatz zum Gut Leidenhausen und zurück eingesetzt werden sollte, war wegen eines technischen Defekts nicht einsatzfähig. Als Ersatz wurde das Mehrpersonenfahrrad „Fun Bike“ kurzfristig besorgt, welches dann auch ständig zwischen Parkplatz und Gut Leidenhausen hin und her pendelte. Dies erfolgte mit externer, aber auch mit eigener Muskelkraft.

Den Service hatten wir ausgelagert und in die Verantwortung der Park-Cafe GmbH & Co. KG gegeben. Das Park-Cafe Gut Leidenhausen wird von der Park-Cafe GmbH & Co. KG unter der Leitung von Dipl. Ing. Roberto Campione betrieben.

Dabei werden mit dem Jobcenter Köln, der Bundesagentur für Arbeit, dem LVR und anderen Ausbildungsbetrieben ausgewählte Mitarbeiter eingestellt.

Ziel ist die berufliche Qualifizierung langzeitarbeitsloser Menschen für den Arbeitsmarkt. Unterstützt wird das Team von Gastronomen mit langjähriger Erfahrung.

Neben Bratwurst und Schweinesteak vom Grill wurden auch Kaffee und Kuchen angeboten. Aber die Pänz waren doch eher für Zuckerwatte und Crêpe, die es an einem Wagen zu kaufen gab. Allerdings schmeckte nach dem Genuss von süßen Sachen auch immer noch eine Portion Fritten mit Majo.

Der Getränkestand wurde auch intensiv belagert. Bei hohen Außentemperaturen waren Erfrischungen - egal welcher Art – sehr willkommen.

Neben den Verpflegungsständen waren auch Präsentationstände für ein wenig Eigenwerbung aufgebaut.  

Die Gesellschaft der Greesberger hatte ihren Präsentationsstand auch gleichzeitig als Verkaufstand eingerichtet und der KrK machte Werbung für die dem KrK angeschlossenen Künstler. Die neue KrK-Mitgliederübersicht 2022/23 wurde noch rechtzeitig vor der Veranstaltung fertig. Die Tänzerinnen und Tänzer der Jugendtanzgruppe „Kölsche Greesberger“ legten ihren Schwerpunkt auf den Verkauf von älteren Sessionsorden. Der Erlös aus dem Verkauf ging in die Kasse der JTG. Der Förderverein „Freunde der Kölschen Greesberger“ nutze diese Veranstaltung, um neue Mitglieder zu gewinnen, was auch teilweise gelang. Die Weißer Rheinbogen Stiftung – mit eigenem Stand auf dem Fest - unterstützt seit 11 Jahren in den Orten Rodenkirchen, Weiß und Sürth mit großem Engagement und viel Herz soziale Projekte. Dabei stehen gerade Kinder und Jugendliche im Fokus der Hilfsprojekte.   

Seit 1994 ist die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e. V. der Träger der Greifvogelstation. Als staatlich anerkannte Auffangstation für kranke, verletzte oder junge elternlose Greifvögel, Eulen und aus Gründen des Artenschutzes beschlagnahmte Tiere sowie von Dauerpflegefällen in der Pflegestation, leistet die Greifvogelstation einen auch überregional wichtigen Beitrag zur Erhaltung des Greifvogelbestands. Im Rahmen der 3 Führungen erfuhren die Kinder und Erwachsenen einiges über die Lebensweise von Greifvögeln und Eulen. So wurden die natürlichen Biotope der Tiere vorgestellt und anhand von konkreten Beispielen, welche Gefahren aber auch Chancen der Klimawandel für Greifvögel und Eulen mit sich bringt, dargestellt. Damit leistet die Greifvogelschutzstation Köln einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz und zum Erhalt dieser in ihrem Bestand teilweise bedrohten Tierarten.

Eine weitere Attraktion war auf dem Fest die „Rollende Waldschule“. Mit der „Rollenden Waldschule“ der Kölner Jägerschaft „rollt“ die Natur zu allen Interessierten.  Auch auf zahlreichen Festen sind die geschulten Jäger unterwegs, um den großen und kleinen Menschen die Möglichkeit zu geben, die heimische Natur anhand von Präparaten, Tastbrettern, Lupen usw. zu erleben. Anders als im Museum gilt hier bewusst das Motto: Anfassen erlaubt.

Die Moderation erfolgte ganztägig durch Axel Höfel, der nicht nur als Redner „Ne kölsche Köbes“ unterwegs ist, sondern auch im Vorstand des KrK die Ämter des 2. Vorsitzenden und Schatzmeisters bekleidet. Gekonnt und schlagfertig führte er durch das Programm.

Die musikalische Unterhaltung wurde vom 1. Vorsitzenden und Baas, Albert Terfloth, zusammengestellt. Die meisten Künstler wurden vom KrK gestellt. Alle Künstler traten beim Familiensommerfest kostenfrei auf. Das Programm wurde durch Thomas Junggeburth (Sänger aus Leidenschaft) um 14:30 Uhr eröffnet. Im Anschluss folgte die Band „Domstadtbande“. Danach folgte eine Programmnummer, die man sich merken sollte. Das Eigelstein Trio ist eine neue Formation, die aus Rudi Schnitzler sowie Adriana und Gerhard Gerl besteht. Es handelt sich hier neben dem Bandleader Rudi Schnitzler um 2 weitere Bandmitglieder von Zollhuus Colonia. Mit dem Eigelstein Trio sind sie ebenfalls sehr erfolgreich unterwegs.

Im weiteren Verlauf hatten wir auch einen besonderen Programmpunkt vorgesehen. Die Mecklenburgische Versicherungsgesellschaft stiftete der JTG „Kölsche Greesberger“ neue Sporttaschen. Diese Sporttaschen wurden auf dem Sommerfest an die Mitglieder der Jugendtanzgruppe übergeben. Aus diversen Gründen konnten die Spender, Herr Klaus Peter Kuhna (Generalvertretung in Rösrath) und Herr Raffaelo Wolff (Bezirksdirektion Köln) bei der Übergabe leider nicht anwesend sein. Den Part der Übergabe an die JTG übernahm stellvertretend unser Präsident Markus Otrzonsek. Die Tanzgruppenleiterin Marion Lambrechts unterstützte ihn hilfreich bei dieser Übergabeaktion.

Im zweiten Programmteil ging es stimmungsvoll weiter mit De Schlovmütze, dem Musikzug der Ihrefelder Cheyenne und der Band Salooon. Gegen 20:00 Uhr wurde es doch schon sichtbar leerer und Kinder und Jugendliche waren kaum noch zu sehen. Es kam der Zeitpunkt für unser Abbauteam und die legten sich dann auch noch einmal so richtig ins Zeug. Jetzt hieß es „Abbauen“, in die Transportfahrzeuge verladen, zum Lager der Greesberger fahren und die Sachen im Lager einräumen. Das brauchte natürlich seine Zeit.

Es war sowohl für die Greesberger als auch für den KrK ein schöner und erfolgreicher Tag, der uns allen viel Spaß und Freude gemacht hat und der uns ein wenig Normalität zurückbrachte. Ohne jetzt noch jemand aus den eigenen Reihen persönlich zu erwähnen geht ein Dankeschön an alle Helfer, Unterstützer, Förderer, Sponsoren, Bereitsteller von Transportfahrzeugen und, und, und, die dazu beigetragen haben, dass der Familientag am 13.08.2022 auf Gut Leidenhausen zu einem Erfolg wurde. Aber an unsere externen Partner, die uns das Sommerfest überhaupt ermöglicht haben, ist ein großes Dankeschön angebracht. Wir sagen „DANKE“ an die verantwortlichen Herren Robert Schallehn und Christoph Rath vom Heideportal Gut Leidenhausen und an den Geschäftsführer und Inhaber der Park-Cafe GmbH & Co. KG., Roberto Campione. Es war eine tolle Zusammenarbeit, die sehr erwähnenswert ist und nicht besser hätte sein können.                           GS                                                                   


Skyline-Barbecue im Maritim Hotel Köln am 11. August 2022

Besondere Anlässe erfordern auch angemessene Rahmenbedingungen. Besonders dann, wenn es um die Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder geht. Eine Top-Location ist dafür das Gourmet-Restaurant „Bellevue“ im Maritim Hotel Köln. Das einmalige Ambiente des liebevoll dekorierten Raumes mit großer Terrasse und Blick auf Rhein und Dom sorgt für einen unvergesslichen Aufenthalt. Das „Bellevue“ unterstreicht die Einzigartigkeit eines jeden Besuches in unverwechselbarer Weise. Mit Extravaganz und Professionalität und einer gewissen Herzlichkeit ist ein gelungener Abend schon Programm.

Aber genau dies war uns ja schon bekannt, denn am 22. Juli 2021 fand an gleicher Stelle schon einmal ein Treffen der Greesberger statt. Nachdem vor einem Jahr der Corona-Inzidenzwert unter 10 fiel und die Einschränkungen gelockert wurden, fand der außergewöhnliche Stammtisch der Greesberger in dieser schönen Location zum ersten Mal statt. Beim ersten Anlauf war dieses Vergnügen nur den Mitgliedern gestattet, jetzt durften auch Gäste an dem besonderen Event teilhaben. Dieses aktuelle Angebot nutzten dann auch 46 Gressberger und Gäste.

Nachdem die reservierten Plätze eingenommen waren, wurden die Anwesenden von Präsident Markus Otrzonsek begrüßt. Dies war die Einleitung zu einem gemütlichen Treffen.

Der Direktor vom Maritim Köln, Henrik Große Perdekamp, begrüßte im Anschluss ebenfalls die anwesenden Greesberger. Acht Jahre lang hat Henrik Große Perdekamp das Maritim-Hotel in Bonn geleitet, bevor er im Februar 2021 den bisherigen Hotelchef Hartmut Korthäuer ablöste, der nun im Maritim Stuttgart versucht, den Karneval einzuführen. Eine schöne Geste war die Getränkerunde auf das Haus, die Henrik Große Perdekamp nach seiner Begrüßungsrede angekündigt hatte.

Kurz danach wurde dann das Buffet eröffnet.

In gastronomischer Hinsicht lässt das Hotel Maritim keine Wünsche offen. Wer also auf der Suche nach neuen kulinarischen Erfahrungen ist, ist hier im Restaurant „Bellevue“ genau richtig. Hier kommen Feinschmecker auf ihre Kosten. Das gehobene, hochpreisige Essensangebot ist von bester Qualität und es ist ein Genuss, hier zu speisen. Neben gepflegten Bieren ergänzen erlesene Weine das Angebot der Getränkekarte.

Dem Corona-Virus ist es immer noch geschuldet, dass wir einige Ehrungen und Ernennungen vor uns herschieben. An diesem Abend sollte die Möglichkeit genutzt werden, einige Urkunden an Jubilare auszugeben. So wurden zwei Mitglieder für eine langjährige Mitgliedschaft geehrt. Senator Hildebrand Frost konnte am 21.03.2022 auf eine 25jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Bei Senator Raimund Schindler kamen nochmal 5 Jährchen drauf. Die Ehrung zur 30jährigen Mitgliedschaft sollte eigentlich schon am 20.11.2021 erfolgen, doch Corona hatte auch da wieder nicht mitgespielt. Die beiden langjährigen Mitglieder erhielten den Dank der Gesellschaft und eine gerahmte Urkunde, mit der die langjährige Mitgliedschaft attestiert und beglaubigt wurde.

Damit aber nicht genug der Ehrungen. Mit der weiteren Ehrung zweier verdienter Mitglieder wurde auch eine neue Ehrennadel den anwesenden Mitgliedern vorgestellt. Jetzt kann der Senat mit einer silbernen und goldenen Senats-Verdienstspange trumpfen. Senator Michael Nolte und Ehrenreitercorpsführer Jörg Herrmann waren die Glücklichen, die mit einer silbernen Senats-Verdienstspange ausgezeichnet wurden. Auch für diese Auszeichnungen wurde eine gerahmte Urkunde ausgehändigt.

Senator Rolf Heinen bekam die Greesberger Verdienstspange in Silber mit Urkunde verliehen. Von Juli 2010 bis Juli 2020 hat er erfolgreich das Archiv der Greesberger betreut und geleitet. Das Amt des „Archivars“ wurde dann Mitte 2020 an unser Mitglied Bert Jansen übergeben, der somit nun für die Archivierung diverser Dokumente, Sachwerte und vieles mehr die Verantwortung übernommen hat.      

 

Der Abend endete bei eintretender Dunkelheit mit einem besonderen Ereignis. In der Regel gibt es drei bis vier Mal pro Jahr einen Supermond zu bestaunen. Ein Vollmond wird als Supermond bezeichnet, wenn die Distanz zur Erde besonders klein ist. Vom 11. auf den 12. August war dies bereits zum vierten Mal in Folge der Fall. Da in der Zeit um den August die Getreideernte eingebracht wird, bezeichnet man den Mond als Getreide- oder Erntemond, wie es im Altdeutschen heißt. Auch wenn die Mondphasen früher, vor digitalen Uhren und omnipräsenter Zeitangabe, eine ganz andere Bedeutung hatten und zusammen mit der Sonne den Tagesablauf und Alltagsgeschehen vorgaben, so gibt es immer noch Argumente dafür, nach den Mondphasen zu leben. Den nächsten Supermond gibt es erst wieder im Jahre 2023.

Demnächst steht erneut ein Besuch im Maritim-Hotel an. Dann findet nämlich am 01. Februar 2023 unsere Mädchensitzung statt. Zumindest gehen wir davon aus, wenn nicht schon wieder besondere Ereignisse die Durchführung unserer Veranstaltung verhindern. Dann bieten wir den Mädels aus nah und fern einen tollen Mix aus Musik, Reden und Tanzeinlagen. Mit Cat Ballou, Brings, Höhner, Bernd Stelter und vielen anderen hochkarätigen Künstlern verwandelt sich das Maritim dann in einen verrückten, lustigen und bunten Partytempel.

Warten wir nun ab, ob in der nächsten Session wieder etwas auf uns zukommen wird. Wohlmöglich nun Einschränkungen wegen fehlender Energieversorgung für die Veranstaltungshallen? Hoffentlich nicht!                                                                   GS


Herrentour nach Soest am 11.06.2022

 

Am 11.06.2022 machten sich 15 Greesberger und 5 Gäste auf, um die ehemalige Hansestadt Soest zu

besuchen.

Nanu, Soest ist eine Hansestadt?

Obwohl Soest nicht wie Hamburg, Bremen, Rostock oder Lübeck am Wasser liegt und nicht das

Autokennzeichen „HSO“ führt, handelt es sich tatsächlich um eine Hansestadt.

Schon um 1000 n. Chr. betrieben Soester Kaufleute Fernhandel und vertrieben ihre Produkte in der

ganzen Welt. Um sich während der Fernhandelsreisen vor Wegelagerern, Piraten und Raubrittern zu

schützen, gründete man 1253 zunächst den Westfälischen Städtebund, aus dem später auch

die Hanse erwuchs.

Begünstigt wurde die Stadt durch ihre Lage am Hellweg, einer wichtigen Fernhandelsroute. Natürlich

wurden Soester Handelsgüter wie z. B. Salz und Felle auch per Schiff transportiert. Nachweisbar sind

beispielsweise Handelsbeziehungen mit Russland, dem Baltikum und der Insel Gotland. Ihren

einstigen Reichtum und so manchen Kunstschatz hat die Stadt ihren ausgeprägten

Handelsbeziehungen zu verdanken.

Nun zurück zu unserem Ausflug.

Um 11:00 Uhr starteten wir gut gelaunt am Deutzer Bahnhof per Bus in Richtung Soest.

Kurz nach Leverkusen wurden die ersten Hopfenkaltschalen und kleine flüssige Leckereien geöffnet

und vernichtet. Glücklicherweise hat unser Senatsvizepräsident Hildebrand Frost den

entsprechenden Weitblick und für alle belegte Brötchen als Stärkung und Grundlage besorgt.

Auf dieser Basis verbrachten wir eine problemlose, kurzweilige Fahrt und trafen gegen 13:00 Uhr in

Soest ein. Vom Parkplatz am Stadtrand machten wir uns auf zu unserer ersten Verabredung am

Rathaus.

Aufgrund des „äußerst beschwerlichen“ Marsches vom Bus zum Rathaus, entstanden hier zwei

Gruppen: Eine, die von dort die geplante Stadtführung durch die Soester Altstadt startete und eine,

wenn auch erheblich kleinere, die ungeplant zum Hotel Restaurant „Im wilden Mann“ einkehrte und

dort bei kühlen Getränken gemeinsam mit ein paar sehr aufgeschlossenen und freundlichen

Westfalen die Zeit verbrachten. Unsere westfälische Kneipenbekanntschaft brachte uns hier auch

etwas über die Soester Stadtgeschichte und die Gemeinsamkeiten zwischen Soest und Köln näher. 

Durch den Fleiß und die kaufmännische und handwerkliche Geschicklichkeit der Soester Bürger

gewann die Stadt im 13. und 14. Jahrhundert stetig an Einfluss und Mitteln und wurde zu einem der

wichtigsten Wirtschaftszentren in Westfalen.

Herr der Stadt war der Erzbischof von Köln, der von den Soestern erhebliche Steuersummen

forderte. Die aufstrebende Stadt wünschte sich mehr Freiheiten und eine geringere Steuerbelastung

und schlug sich auf die Seite des Herzogs von Kleve. 

"Wisset, Bischof Dietrich von Moers, dass wir den Herzog Johann von Kleve lieber haben als Euch und

wir Euch hiermit absagen" mit diesen Worten aus dem Fehdebrief der Soester an den Erzbischof von

Köln begann ein Streit, der eine fünfjährige Auseinandersetzung nach sich ziehen sollte.

Damit war die Soester Fehde vom Zaun gebrochen und die Kurkölner zogen gegen die Stadt zu Felde.

Es folgte eine Belagerung der Stadt, die von den Soestern aber dank ihrer Wehrhaftigkeit, der Stärke

der gewaltigen Stadtmauer und des Beistandes des Schutzpatrons Patroklus siegreich ausgesessen

wurde. Im Jahre 1449 gingen dem Erzbischof die Mittel aus. 

 

Den bis zu 15.000 Soldaten, die die Stadt umzingelten, konnte kein Sold mehr bezahlt werden und

man zog unverrichteter Dinge wieder ab.

Der Sieg über die Belagerungstruppen des Erzbischofs von Köln in der Soester Fehde (1444–1449)

war allerdings ein Pyrrhussieg. Soest war nun fast ringsumher von fremdem Gebiet umgeben und so

verlor die Handelsstadt in der Folgezeit an Macht und Einfluss und wurde mehr und mehr zu einer

Ackerbürgerstadt. Viele mächtige Kaufmannshäuser aus der Blütezeit der Stadt waren nun

unbewohnt und verfielen. Aus ihren Steinen entstanden die vielen Grünsandsteinmauern in der

Altstadt, die häufig überraschend große Gärten umschließen.

Diese und ähnliche Informationen wurden „Im wilden Mann“ ausgetauscht und sind auch während

der Stadtführung geflossen.

Gegen 16:00 Uhr vereinten sich die zwei Gruppen wieder und machten sich gemeinsam zur

anstehenden Sudhausbesichtigung der Brauerei Zwiebel auf den Weg. Bei der Sudhausbesichtigung

erfuhren wir alles Wissenswerte und Grundlagen über das Bierbrauen.

Es wurden diverse Biere verkostet und begutachtet. Zum Glück war es vom Sudhaus bis zum

„Brauhaus Zwiebel nur ein paar Meter, denn dort hatten wir Tische für unser Abendessen reserviert. 

Dort angekommen, stärkten wir uns mit einem schmackhaften 3-Gänge-Menü und vertieften

weiterhin die neu gewonnenen Erkenntnisse aus den Bierbrauerinformationen. Bei netten

Gesprächen verbrachten wir die Zeit bis zur Heimfahrt im „Brauhaus Zwiebel“.

Gegen 20:30 Uhr machten wir uns vom Busparkplatz am Stadtrand auf in Richtung Heimat. Nach

einer von einem nicht allzu langen Stau unterbrochenen Fahrt, erreichten wir gegen 22:30 Uhr alle

gut gelaunt und munter wieder unseren Ausgangspunkt am Deutzer Bahnhof.  RE

 

DR, 17.05.2022

Quelle: wms-soest.de, Wikipedia

 

 


Gemeinsames Sommerfest der Greesberger und des KrK (Kreis rheinischer Karnevalisten)  am 13.08.2022


Besuch beim Kölschen Ovend in Kelmis am 26.03.2022

Eigentlich hätte der Kölsche Ovend im Jahr 2020 stattfinden sollen. Zwei Jahre sind seitdem vergangen. In dieser Zeit stellte das Coronavirus unser Leben auf den Kopf. Auch politische Krisen erschüttern international das Gleichgewicht. Frohsinn und Karneval rücken da sehr schnell in den Hintergrund. Der Kölsche Ovend in der Patronage kam da jetzt zum richtigen Zeitpunkt, sich nochmal an die Wurzeln des Brauchtums Karneval zu erinnern und zu spüren, warum wir der Tradition soviel Bedeutung beimessen.

Doch wie kam es überhaupt zu dem Kontakt nach Belgien? Das war eigentlich einem großen Zufall geschuldet.

Nicht nur, dass die Orte Kelmis und Köln mit dem Buchstaben K beginnen, sie haben auch ein besonderes Merkmal, das sie einzigartig macht. Zum einen, dass diese beiden Orte die Tradition des Karnevals in all seinen Facetten feiern und lieben, zum anderen haben sie auch einen Dialekt, der sich in vielen Bereichen ähnelt und in dem sich hier und dort ein französischer Einschlag wiederfindet. Das macht beide Orte so interessant. Beim Abschlusstreffen der Greesberger-Rosenmontagszugteilnehmer am 04. März 2019 im Hotel Coellner Hof lernte Geschäftsführer Georg Steinhausen Joseph Demonthy kennen, der sich über die Karnevalstage mit seiner Frau dort einquartiert hatte. Joseph Demonthy ist Redakteur und Moderator des belgischen Radiosenders „Radio Sunshine“ . Beim ersten Treffen, welches an diesem Abend mit einem Interview für die Konserve endete, entwickelte sich dann später eine nette Freundschaft. Jupp ist sehr karnevalserprobt, hat gute Beziehungen zu Kölner Karnevalskünstlern und ist auch Mitglied der „Große Kölner KG e.V. 1882“. An diesem Abend erzählte er mir von seinem Vorhaben, im März 2020 einen Kölschen Ovend mit Leedcher und Verzällcher in Kelmis/Belgien durchzuführen. Von den neun Gemeinden der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien ist Kelmis die nördlichste Gemeinde.

Und da der Jupp über die Karnevalsszene in Köln bestens informiert ist, hatte er die Absicht, unsere JTG und TG „Kölsche Greesberger“ für seine Veranstaltung zu buchen. Soweit so gut! Dann kam Corona! Die Veranstaltung am 21.03.2020 wurde abgesagt und somit war der Auftritt unserer Tanzgruppen nur eine Programmnummer auf dem Papier. Es wurde für den 19.09.2020 ein weiterer Versuch gestartet, der aber ebenfalls wegen Corona gescheitert ist. Dass dann anschließend auch wieder die neuen Ersatztermine am 13.03.2021 sowie am 18.09.2021 abgesagt werden mussten, verstand sich bei der anhaltenden Pandemie schon von selbst.

Dann gab es mit dem 26.03.2022 einen weiteren Versuch zur Durchführung des „Kölschen Ovends“. Da die meisten Corona-Maßnahmen in Belgien aufgrund sinkender Infektionszahlen hinfällig wurden und es für Veranstaltungen keine Beschränkungen mehr gab, konnte schließlich nach 2 Jahren Planung und Vorbereitung der „Kölsche Ovend“ stattfinden.

Leider musste Georg Steinhausen schon im Januar den geplanten Auftritt der JTG „Kölsche Greesberger“ absagen, weil durch die große Anzahl von altersbedingten Austritte die JTG im März 2022 noch nicht tanzfähig war. Als Ersatz hatte der Veranstalter dann die JTG „De Höppemötzjer“ gebucht.

Da aber noch unsere TG „Kölsche Greesberger“ im Programm stand, war es selbstverständlich, dass einige Greesberger bereit waren, den langen Anreiseweg nach Kelmis in Kauf zu nehmen. So machten sich am Samstagnachmittag Karl-Heinz Liebermann, Diethard Eichinger-Heß, Helmut Brendt mit seiner Frau Astrid, Georg Steinhausen und unser Ehrensenator Manfred Krombach mit einem Kleinbus auf nach Belgien. Karl-Heinz Liebermann überraschte uns im Bus mit einer Weinprobe. Und da es ja heißt: „Bier auf Wein, das lass sein“, war es zwar eine nette Geste von unserem Senator, aber für diesen Tag nicht gerade die allerbeste Idee. Welches sich am frühen Morgen auf der Heimfahrt dann auch bestätigen sollte. Punkt 18:00 Uhr begann der „Kölsche Ovend“ mit der Begrüßung durch Josef Demonthy, der dann anschließend das Mikrofon an den Moderator Dr. Joachim Wüst übergeben konnte. Jetzt ging es Schlag auf Schlag.  Uns hatte man zusammen mit der Großen Karnevalsgesellschaft „Elf vom Dörp“ e. V. 1929 Düsseldorf an einen Tisch gesetzt. Im Laufe des Abends stellte sich dann heraus, dass dies eine gute Möglichkeit war, unsere karnevalistischen Nachbarn besser kennenzulernen. Wir hatten viel Spaß und Freude. Zwischen den einzelnen Programmnummern spielte das Kohberg-Orchester die alten Ostermann-Lieder. Beim „Et Camping Leed“ (Do laachste dich kapott), Ölldi sölldi sippdissa, Ober schnell noch eine Runde her, Heidewitzka, Herr Kapitän, Kölsche Mädcher, Kölsche Junge, Am Dom zu Kölle oder Woröm sollen mer ald en de Heija gonn, konnten die Stimmbänder ganz schön strapaziert werden. Das Kohberg-Orchester Köln mit ihrem Sänger Norbert Schumacher sorgte für den guten und angenehmen Ton und animierte die Gäste von Beginn an zum Singen und Schunkeln.

Namhafte Künstler aus der Kölner Karnevalsszene warteten nun auch schon über zwei Jahre, um endlich bei diesem ersten Kölschen Ovend ihr Können in Kelmis unter Beweis zu stellen.

Als erster Redner stand „Dä Nubbel“, alias Mike Hehn, auf der Bühne und begeisterte mit seiner feinsinnigen und mitreißenden Art das Publikum. Anschließend wechselte er sich dann mit Dr.Joachim Wüst bei der Ansage ab.

Auch regionale Kräfte waren an diesem Abend dabei und freuten sich, dass es nun endlich losgehen konnte.

Nach dem Nubbel folgte das „Jöhlduo“ aus Kelmis. Sie haben sich als Ziel gesetzt, mit ihren alten Liedern aus Köln und Kelmis, jungen Menschen altes Liedgut näher zu bringen.

Auf einer solchen Veranstaltung darf ein wichtiger Bestandteil nicht fehlen, nämlich die Tanzgruppen. Mit der JTG „De Höppemötzjer“ und der TG „Kölsche Greesberger“ waren somit gleich zwei der besten Tanzgruppen aus Köln dabei.

Zunächst hatte die JTG „De Höppemötzjer“ ihren Auftritt. Dort wächst der potentielle Nachwuchs für die großen „Höppies“ heran. Nach einer hervorragenden Tanzvorführung ging es wieder ans Eingemachte. Der „Kohlebur“ hat in der Kinderbütt angefangen und steht nun als Vollblutkarnevalist seit 26 Jahren auf sämtlichen regionalen Bühnen.

Bevor es in die Pause ging, wurde es wieder echt Kölsch. Zunächst stand Ralf Knoblisch, „Dä Knubbelisch vum Klingelpütz“ im Rampenlicht, gefolgt von JP Weber. Weber ist seit vielen Jahren als Komponist für zahlreiche Kölner Bands und natürlich für sich selber erfolgreich aktiv.

Zum Zeitpunkt, wenn in der Bundesrepublik um 20:15 Uhr die ARD-Tageschau zu Ende geht, wurde in Kelmis die Pause eingeläutet.

Nach der Pause wurde es für uns angereiste Greesberger heimig, denn als erste Programmnummer wurde die TG „Kölsche Greesberger“ angekündigt. Die Begeisterung beim Publikum fand nach ihrem Auftritt kein Ende. Das hatten wir allerdings auch nicht anders erwartet.

Der anschließende Auftritt muss wohl für das einheimische Publikum ein emotionaler Auftritt gewesen sein, der mit vielen alten Erinnerungen verknüpft sein musste. Der beliebte Karnevalist und Büttenredner aus Kelmis, „Et Hühldöppe“, alias Werner Heck, hatte beim Kölsche Ovend seinen allerletzten Auftritt, bevor er sich von der karnevalistischen Bühne in Belgien für immer verabschiedete.

Bei den nächsten beiden Programmnummern war eigentlich die Stimmung schon auf einem hohen Level, aber die folgenden Künstler aus Köln setzten dann noch einen drauf. Das war zunächst Jörg Runge „Dä Tuppes vum Land“, mit seiner herrlichen Reimrede. „Dä Tuppes vum Land“ steht für das Comeback der Reimrede und knackige Pointen auf hohem Niveau. Danach folgten Willi und Ernst, die beiden Rentner aus Leidenschaft. Sie ziehen mit viel Leidenschaft und Begeisterung durch die Säle des Rheinischen Karnevals. Die Gäste waren von dem Zwiegespräch zwischen Willi und Ernst begeistert und hatten Freude an dem lustigen Verzäll.

Als es dann so langsam auf Mitternacht zuging, kam noch ein Kölsches Original, „Et Klimpermännche“. Seit 1998 tritt er als „Et Klimpermännche“ im Kölner Karneval auf und ist in allen großen und kleinen Sälen ein Garant für tolle Stimmung und Unterhaltung. Dank seines ausgeprägten Mutterwitzes, der mit einer sagenhaften Schlagfertigkeit gepaart ist, begeistert er als Humorist sein Publikum.

Er verstand es, auch noch zur späten Stunde das Publikum in Kelmis auf seine Seite zu bringen. Mit dieser Programmnummer ging ein toller Abend in Kelmis zu Ende. Mit dem Reinerlös dieser Veranstaltung wurde die Initiative „CliniClowns Ostbelgien VoG“ unterstützt. Wir waren zufrieden und glücklich, dabei gewesen zu sein. Nach Mitternacht ging es dann wieder Richtung Heimat. Die Weinprobe auf der Hinfahrt hatte doch etwas an unserer Kondition genagt (Sorry! Nicht bei allen). Erschwerend kam dazu, dass man uns wegen Uhrumstellung auf die Sommerzeit eine volle Stunde geklaut hatte. Lieber Jupp, es bleibt uns jetzt nur noch ein herzliches Dankeschön für den tollen Abend zu sagen. Leider wird es ja im Jahre 2023 wegen der Passionsspiele - die dann im Saal stattfinden - keinen Kölschen Ovend geben. Halte uns dann aber bitte am 09. März 2024 ein paar Plätze frei. Wir kommen wieder. Das ist eine Drohung.                                                                                          GS


Wir sind nun " Traditions-Gesellschaft"

In Würdigung und Anerkennung der großen Verdienste, die sich die G.K.G. Greesberger e.V. Köln von 1852 in mehr als 111 Jahren um den Kölner Karneval und insbesondere um die Pflege und Tradition erworben hat, wurde uns am 15. Februar 2022 vom Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V , der Titel TRADITIONS-GESELLSCHAFT zuerkannt. 

 


Vorankündigung: Gemeinsames Sommerfest  am 13.08.2022

Download
Ankündigung Sommerfest Leidenhausen 2022
Adobe Acrobat Dokument 138.3 KB

Fischbrunch am 06.03.2022

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“. Jupp Schmitz hat sich mit dieser wunderschönen Komposition für immer ein Denkmal gesetzt. Es zeigt uns allen die andere Seite des Schönen: Die Vergänglichkeit und darum auch seine Kostbarkeit.

Aber was soll schon vorbei sein, was eigentlich nie richtig begonnen hat. Damit ist natürlich die vergangene Session 2022 gemeint.

Das traditionelle Fischessen der Greesberger fand am Sonntag, 06.03.2022, im Lindner Hotel City Plaza, in der Nähe vom Friesenplatz statt. Der Sonntag nach Aschermittwoch ist seit Jahren eine feste Größe in unserem Terminkalender. Die meisten Besucher haben dann schon längst ihr Aschenkreuz empfangen. Der Aschermittwoch markiert im Christentum den Beginn des vierzigtägigen Fastens und soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus in der Wüste verbracht hat. Der Name Aschermittwoch kommt von dem Brauch, die Asche von Palmen des Palmsonntags vom vorigen Jahr zu segnen und den Gläubigen ein Kreuz aus dieser Asche auf die Stirn zu zeichnen (Aschenkreuz). Mit diesem Ritual soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr aufgerufen werden.

Eigentlich trifft man sich am Aschermittwoch mit seinen Karnevalsfreunden in den Gaststätten und Brauhäusern, um Fischgerichte zu verzehren. Wegen der großen Nachfrage kann man aber auch den Beginn der Fastenzeit noch um ein paar Tage nach hinten verschieben. Der Kölner glaubt sich dann ganz im Einklang mit den Fastengeboten: Man hat ja kein Fleisch gegessen und Kölsch ist ja ohnehin Medizin (Gerstensaft). So verlängert der Kölner auf pfiffige Art und Weise die fünfte Jahreszeit. Der Sonntag zählt ja auch nicht zur Fastenzeit, sonst würde nämlich die Fastenzeit 46 Tage betragen.  Beim religiös motivierten Fasten geht es aber eigentlich nicht darum, auf einzelne Lebensmittel zu verzichten, sondern Nahrungs- und Genussmittel im Allgemeinen zu reduzieren. Sinn des Fastens ist es also nicht, Fleisch wegzulassen und stattdessen große Portionen an Fischdelikatessen zu verspeisen. Wer sonst viel Fleisch isst, der soll sich an Karfreitag in Verzicht üben und kann zu Fisch greifen. Wer ohnehin kaum oder kein Fleisch isst und an Karfreitag fasten möchte, der kann sich einen anderen Weg suchen, um Nahrungs- und Genussmittel zu reduzieren. Ab dem 04.03.2022 gab es in NRW eine neue Corona-Schutzverordnung. Das Abschlusstreffen der Greesberger fand zum Schutze aller Anwesenden unter Beachtung der 3G Plus-Regelung statt. Es konnten somit Geimpfte/Genesene und negativ Getestete mit einem tagesaktuellen Corona-Test an dieser Veranstaltung teilnehmen.

Im Foyer wurden die ca. 60 Mitglieder und Gäste ab 10:30 Uhr mit einem Glas Sekt empfangen. Wie man durchaus schon bei anderen Anlässen der Greesberger feststellen konnte, sind einige Mitglieder rechtzeitig vor dem eigentlichen Beginn am Veranstaltungsort. Vielleicht ist es einfach nur die Sorge, die beliebten Parkplätze in der Tiefgarage des Lindner Hotels City Plaza nicht zu bekommen.  Andere Gerüchte lauten, dass es nur der Umstand war, der sich ergibt, wenn man nach zwei Monaten Karnevalsabstinenz endlich wieder mal die Wohnung oder das Haus verlassen kann. Nach dem Sektempfang um 11:11 Uhr gab es einen leisen Hinweis vom Präsidenten Markus Otrzonsek, an den Tischen Platz zu nehmen. Nach seiner Begrüßung und einigen kurzen interessanten Gesprächen - hauptsächlich über den Ukraine-Krieg -  konnte das kulinarische Fischessen beginnen. Zahlreiche Fischspezialitäten wurden zum Brunch aufgetischt. Unter den Vorspeisen befand sich unter anderem ein Forellen-Schwarzwurzelsalat und auch im Suppentopf war ein Karotten-Ingwerschaum-Süppchen, die mit Eismeergarnelen verfeinert war, zu finden. Zu den Hauptgerichten zählte ein gegrilltes Zanderfilet und Loup de mer mit Zitronenbutter zart gegrillt und Kölscher Kibbeling – Seelachs in Bierteig - sowie Kabeljau-Filet auf Grill-Fenchel.

Fisch ist eben auch heute noch eine der traditionellen Fastenspeisen, da er reich an Eiweiß und kalorienarm ist. Der Fisch war jahrhundertelang gleichzeitig Vollnahrungsmittel, Fastenspeise, Fleischersatz und Gaumenfreude. Einer der wichtigsten Zutaten der Karnevalskost war der Hering. Sein Fett, seine relative Verdaulichkeit und sein salzig-saurer Charakter machen ihn noch immer zu idealer Grundlage im Magen der Jecken, die sich dem Alkohol hingeben, aber die Wirkung im Griff behalten möchten.

Aber auch für diejenigen, die lieber die Fische im Aquarium bewundern, als etwa zu verspeisen, fand sich ein Alternativgericht.

Nach dem Essen gab es die alljährliche Dankesrede unseres Präsidenten Markus Otrzonsek. Er dankte ausdrücklich all denjenigen, ohne die eine durch das Ehrenamt getragene Gesellschaft nicht funktionieren kann. Trotz eingeschränkter Karnevalsaktionen, gab es für uns in der Karnevalszeit doch viel zu tun und zu erledigen. Nach seiner Rede nahm sich Senatspräsident Hermann Josef Kastenholz das Mikrofon und fand ebenfalls einige Dankesworte für den Präsidenten, der in diesen schwierigen Zeiten die Gesellschaft doch sehr gut durch die Session geführt hat. Unser Mitglied Pfarrer Jens Lange kam wieder aus Norddeutschland angereist. Nachdem er schon bei der 11. im 11. Feier anwesend war, wollte er natürlich auch an der Sessions-Abschlussfeier teilnehmen. Hatte er doch kürzlich wieder erneut eine Ehrung erhalten. Diese Ehrung ist in etwa vergleichbar mit der Ernennung zum Abt. Aber dieses Mal reiste er mit einer Sozialaufgabe nach Köln.   

Pfarrer Jens Lange wird am 18. März 2022 nach Polen reisen, um für unsere europäischen Geschwister in der Ukraine, die unter Putins Krieg zu leiden haben, Hilfsmaterial und Spendengelder zu bringen. Ein Priesterkollege wird mit ihm diese Reise gemeinsam antreten, aber dann von dort aus weiter in die Ukraine gehen, um vor Ort tätig zu werden. Auf dem Rückweg wird Jens Lange auch Flüchtlinge aufnehmen und diese mit nach Deutschland bringen. Um diese Aktion zu unterstützen, wurde beim Fischessen gesammelt. So kamen nochmal 760 Euro an Spendengelder zusammen. 

Es waren bisher schwierige Zeiten und es werden auch weiterhin noch schwierige Zeiten kommen. Wer sich auf einen Frühling ohne Corona gefreut hatte, der wurde nun vom Krieg in Europa eingeholt. Die Friedensdemo am Rosenmontag war gut und wichtig. Entscheidend ist aber was folgt: Entschlossenes Handeln. Das bedeutet, dass jeder Einzelne von uns jetzt den Menschen in der Ukraine helfen muss. Wir werden unsere Türen ganz weit aufmachen und die Menschen, die als Flüchtlinge zu uns kommen, mit offenen Armen empfangen. Denn „Drink doch eine met“ ist bei uns in Köln mehr als „nur“ ein Lied!

Trotz Corona konnten wir unseren Abschluss der Session noch gut über die Bühne bringen und so langsam werden aus übermütigen Narren wieder gesetzestreue Bürger. Zwei Jahre lang mit Einschränkungen zu leben, zehrt an den Nerven. Es waren auch die Regeln und Vorgaben, die sich oft änderten und je nach Bundesland auch noch unterschiedlich waren und sind. Wie soll man da den Überblick behalten. Trotz geplanten Erleichterungen ist die Situation noch nicht völlig entspannt. Hinzu kommt ein diffuses Gefühl der Ungewissheit, das bei manchem inzwischen in Gleichgültigkeit mündet. Ab März stehen alle Zeichen auf Neustart. Die ersten Erleichterungen traten in NRW schon Ende Februar in Kraft. Trotz der Pandemiemüdigkeit, sollten wir alle hellwach bleiben.

Warten wir es einfach mal ab, ob wir 2023 wieder unbeschwert den Fastelovend so feiern können, wie wir ihn alle aus der Zeit vor Corona kennen. Oder müssen wir auch dann wieder Kontaktregeln einhalten, die bis heute kein Mensch verstanden hat. Ab 18 Uhr darf ich mich mit einer Person treffen, wenn diese maximal 14 Jahre alt ist, in meinem Haushalt lebt und mindestens zwei Kinder hat. Es sei denn, diese Person wohnt in einem anderen Bundesland, dann darf ich mich nur bei Vollmond treffen. Draußen! Drinnen geht in diesem Fall auch, aber nur, wenn ich täglich maximal 15 km bis zur Arbeit fahre. Es sei denn, ich bin älter als 80 Jahre alt. Oder systemrelevant. Dann darf ich mich drinnen und draußen treffen. An geraden Tagen. Aber nur in den Bundesländern, die auf „n“ enden. Und nur auf der linken Straßenseite, wenn der Inzidenzwert über 50 liegt. Quatsch beiseite!

Wir werden sehen, was die Zeit mit sich bringt. Vier kölsche Lieder, die uns derzeit aus der Seele sprechen, werden uns in den nächsten Monaten noch ganz bestimmt begleiten. Die Liebe gewinnt (Brings), Midden im Sturm (Kasalla), Unger’m Adler (Bläck Fööss) und Alles weed joot (Paveier). Durch die ganzen Probleme ist es uns aber entgangen, dass es für die Session 2023 noch kein Rosenmontagsmotto gibt. Es gab auch noch kein Motto, es wird diesmal erst um Ostern bekannt gegeben.                                                                                                                       GS


Friedensdemonstration am Rosenmontag  den 28.02.2022

Aufgrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine hatte das Festkomitee Kölner Karneval am Karnevalsfreitag entschieden, das Rosenmontagsfest nicht wie geplant im RheinEnergieStadion stattfinden zu lassen. Stattdessen hat an Rosenmontag eine Friedensdemonstration stattgefunden, um ein deutliches Signal gegen die Kampfhandlungen in der Ukraine zu setzen.

Der Zoch sollte eigentlich im Kölner Stadion durchgeführt werden. Alles war schon vorbereitet. Die 8.800 Tickets im Stadion waren schon nach wenigen Sekunden ausverkauft. Und dann kam das „Aus“. Ein unbeschwertes Feiern vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse war nur schwer vorstellbar. Während der Straßen- und Kneipenkarneval an Weiberfastnacht nicht mehr abzusagen war, stellte sich die Situation für die weiteren Karnevalstage anders dar.

Durch die Geschehnisse der letzten Tage rückte trotz aller Sehnsucht nach dem langen Verzicht auf Karneval der Fastelovend in den Hintergrund. Die Bilder und Nachrichten aus der Ukraine machten und machen immer noch sprachlos, dass so etwas Schreckliches hier bei uns in Europa überhaupt möglich ist. Es macht betroffen, dass eine einzelne Person so viel Leid und Schrecken bringen kann; keine 1000 km Luftlinie von uns entfernt. Im 21. Jahrhundert erleben wir ein Drama, welches niemand für möglich gehalten hätte. Dies geschieht aus reiner Willkür und Machtinteressen. Auch wenn der Karneval Abwechslung, Spaß und Frohsinn bringen soll, fällt es doch nicht leicht, unbeschwert zu feiern und Freude zu haben.

 „Der Kölner Karneval kann mehr als feiern und schunkeln. Er lebt vor allem von der Solidarität und der Gemeinschaft, Werte wie Freiheit und Gleichheit sind unser oberstes Gut. Alles hät sing Zick – und jetzt ist es an der Zeit, sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen“, so Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees.

In der jüngeren Vergangenheit haben wir gelernt, dass der Karneval in Krisenzeiten eine wichtige Funktion für die Menschen hat. Sich die Grenzen des Frohsinns von einem Despoten diktieren zu lassen, entspricht nicht dem Gedanken des Fastelovends, in dem Freiheit und Gleichheit an oberster Stelle steht.

Schon im Vorfeld war geplant, die Persiflagewagen im Anschluss an das Rosenmontagsfest von Montag auf Dienstag entlang der regulären Zugstrecke des Rosenmontagszugs aufzustellen und möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Die Persiflagewagen sind ein wichtiges Mittel des Narren, um auf gesellschaftliche und politische Missstände aufmerksam zu machen.

Die Persiflagewagen wurden nun bereits am Montagmorgen vor Beginn der Demonstration an ihre Aufstellplätze gebracht. Die Botschaften sind unmissverständlich, kritisch und zum Teil bissig wie selten zuvor.

So auch treffend der Festwagen „Putins Spielchen“. Russlands Präsident Wladimir Putin lässt den Hammer kreisen und versucht, sich die Ukraine als Baustein in „seine Sowjetunion“ zu klöppeln.

Im Rahmen des Greesberger-Veranstaltungsprogramms fand in Verbindung mit der Demonstration keine offizielle Gemeinschaftsveranstaltung statt. An- und Abreise zu dieser Friedensdemonstration sowie ein eventuelles privates Rahmenprogramm (Verpflegung etc.) musste in Eigenregie erfolgen. Im Laufe des Karnevalssonntags ergab sich aber, dass die Verantwortlichen vom Reitercorps der Greesberger einen Treffpunkt organisiert und kommuniziert hatten. Über eine E-Mail wurde der Mitgliedschaft dann am späten Nachmittag noch ein Gemeinschaftstreffpunkt in der Merowingerstraße/Ecke Karolingerring bekanntgegeben. So fanden sich dort ab 09:30 Uhr zahlreiche Greesberger ein, um gemeinsam Stärke zu demonstrieren. Gegen Mittag wurde auch Michael Nolte in einem weiß-roten Lappenkostüm gesichtet, den wir aber in der Menschenmenge wieder aus den Augen verloren hatten. 

Der Demonstrationszug begann um 10:00 Uhr mit einer Auftaktkundgebung und führte anschließend quer durch die Stadt, die in weiten Teilen der Route des abgesagten Rosenmontagszugs ähnelte. Zudem waren Kostüme durchaus erwünscht. Ob Gardist oder Clown, ob Pappnase oder Pappschild, die Botschaft aus Köln war eindeutig: Frieden. Es galt die 2G-Regelung und die Maskenpflicht. Mit dabei waren neben dem Dreigestirn auch Vereine wie Arsch Huh, Köln stellt sich quer und KLuST.

 

Auf der Kundgebung sprachen neben Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie Mitglieder des deutsch-ukrainischen Hilfsvereins Blau-Gelbes Kreuz. Musikalisch wurde die Kundgebung von der Kölner Band Brings unterstützt.

Die ganzen Lieder, die wir in Köln über Zusammenhalt singen, wurden am Rosenmontag Realität.

Der Demonstrationszug setzte sich gegen 11:00 Uhr in Bewegung. Ca. 250.000 Teilnehmer machten sich auf den 4,5 km langen Zugweg. Doch bevor der Zug überhaupt ins Rollen kam, musste man bis zu 4 Stunden Wartezeit einplanen. Dies war einigen Teilnehmern der Greesberger doch etwas zu lange und sie traten nach 3 Stunden den Rückzug an. Carl Seher, Karl-Heinz Liebermann und Georg Steinhausen machten sich dann auf den Heimweg. Aber da Bus und Bahn nicht störungsfrei fahren konnten, war auch dies ein schwieriges Unterfangen. Der Rückzug der Teilnehmer vom Reitercorps und der TG „Kölsche Greesberger“ nahm sich eine andere Variante vor. Diese bestand nicht aus einer Heimfahrt, sondern hatte den Hintergrund, das Nadelöhr am Chlodwigplatz und an der Severinstorburg zu umgehen. So gelang es ihnen, sich am Severinskirchplatz in den Demonstrationszug einzureihen. Für einige Mädels und Jungs der Tanzgruppe endete die Solidaritätskundgebung mit der Einkehr ins Brauhaus „Gaffel am Dom“. Über eine lange Zeit kam der Zug tatsächlich nur stockend voran, da sich nicht nur aus Richtung Chlodwigplatz, sondern auch aus der Innenstadt immer mehr Menschen zu den Demonstranten gesellten. Immer wieder stießen über Querstraßen neue Gruppen und einzelne Teilnehmer hinzu. Die Bilder glichen einem normalen Rosenmontagszug, nur ohne Festwagen und Kamelle. Eigens für den Zug wurde auch noch kurzfristig ein Persiflagewagen mit einer aufgespießten blutigen Friedenstaube gebaut.

Die Kölner und der Karneval haben am Rosenmontag gezeigt, dass alle zusammenstehen, wenn es darauf ankommt. Ein großartiges Zeichen des Kölner Karnevals und der Kölnerinnen und Kölner für den Frieden in Europa. Es ging nicht ums ausgelassene Feiern, sondern um lauten Protest gegen den Krieg in der Ukraine. Es war genau das richtige Signal, den Rosenmontag zu einem Friedensfest zu machen. Wir zeigten in dunklen Stunden Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Auf einen weiteren Fakt konnten die Teilnehmer dieses bunten, ausdruckstarken Zuges auch noch besonders stolz sein: Die Maskenpflicht wurde nahezu ausnahmslos eingehalten. Auch in Richtung der Querdenker, die gerne auf ihren Demonstrationen die Beschränkung der Demokratie anprangern, setzten alle ein klares Zeichen.

Als gegen 16:00 Uhr die letzten Teilnehmer am Ende der Mohrenstraße eintrafen, wurde die Friedensdemonstration vom Versammlungsleiter beendet. Zu diesem Zeitpunkt waren die Mitarbeiter des AWB mit ihren Aufräumarbeiten am Chlodwigplatz schon wieder fertig. 

Ganz Köln hatte Flagge gezeigt! Alaaf ist eigentlich der Ausruf der Freude, am Rosenmontag war es der Ausruf für Frieden.                                                                                              GS

 

 


Ausgabe Wurfmaterial am 18.02.2022

Wer einmal den Rosenmontagszug in Köln besucht hat weiß, wie ernst die Sache mit den „Kamellen“ ist.  Kamelle ist Kölsch und steht für die Bonbons, Schokoladentafeln und anderen Süßigkeiten, mit denen die jecken Zugteilnehmer die jecken Zuschauer bombardieren. Der Ernst beginnt schon bei der Logistik: Wer am Zug teilnimmt, muss vorher genau anmelden, was und wie viel er während des stundenlangen Marsches werfen möchte.

Aber was ist, wenn die Beschaffung des Wurfmaterials eingeleitet, die Herstellung beim Lieferanten angestoßen, die Ware produziert und der Liefertermin bekannt gegeben worden ist, aber dann der Rosenmontagszug abgesagt wird? Dann haben einige Verantwortliche ein Problem, mit dem sie umgehen müssen. Da ist an erster Stelle der Gruppenwart, der für die Organisation für den Rosenmontagszug verantwortlich ist. Was geschieht nach einer solchen Tatsachenentscheidung?

Im letzten Quartal 2021 hatten wir immer noch das Fünkchen Hoffnung, dass der Rosenmontagszug 2022 wie gewohnt durch Kölns Straßen ziehen kann. Aber sehr schnell wurden wir Karnevalisten eines Besseren belehrt. Nachdem die Karnevalshochburgen Mainz und Düsseldorf ihre Züge abgesagt oder verschoben haben und später dann auch die Städte in unserem karnevalistischen Umfeld wie Aachen, Bonn, Siegburg, Leverkusen und viele mehr folgten, war es nur eine Frage der Zeit, wann Köln nachziehen würde.

Am 27.12.2021 gab Zugleiter Holger Kirsch dann bekannt, dass in Anbetracht der Prognosen zur Omikron-Variante davon auszugehen ist, dass ein normaler Rosenmontagszug mit Hunderttausenden von Zuschauern nicht möglich sein wird. Aber natürlich beobachte man weiterhin sehr genau die Corona-Lage und prüfe, welche alternativen Konzepte kurzfristig möglich sein könnten, um den Kölschen Jecken trotzdem einen besonderen Rosenmontag zu bereiten. Wichtiges Element bleiben dabei die Persiflagewagen, mit denen sich der Karneval zu politischen und gesellschaftskritischen Themen äußert. Für die Mitgliedsgesellschaften wurde mit dieser Aussage Klarheit geschaffen, dass sie sich nicht länger auf einen normalen Zug vorbereiten müssen. Allerdings kam diese Nachricht nicht ganz unerwartet. Eine schlechte Nachricht für die Teilnehmer am Rosenmontagszug, aber auch für das närrische Volk, dass zu normalen Zeiten zu Hunderttausenden am Straßenrand steht und lauthals nach „Kamelle“ schreit.

Für die Teilnehmer der Fußgruppe und Wagenbesatzung kam diese Nachricht aber leider zu spät. 

Bei der Bestellung des Wurfmaterials mussten die Zugteilnehmer der Greesberger eine Absichtserklärung unterschreiben, dass sie bei einer Absage des Rosenmontagszugs das bestellte Kontingent des Wurfmaterials abnehmen müssen. Dieser Fall war nun tatsächlich eingetreten. Wer keinen Eigenbedarf für diese süßen Leckereien hatte, konnte die Kamellen in diesem Jahr zwar nicht werfen, jedoch spenden. Hieraus wurde die Idee geboren, größere Mengen Wurfmaterial an die KG Greesberger in Kommern zu spenden. Der Karnevalszug in Kommern wurde zwar ebenfalls abgesagt, aber unsere Freunde in Kommern waren nicht untätig und hatten an Weiberfastnacht eine Alternativveranstaltung geplant. So sollten Schulen und soziale Einrichtungen in Kommern und Umgebung mit vereinseigenen Fahrzeugen angefahren und besucht werden. Bei dieser Aktion sollen die Pänz und Senioren mit Süßigkeiten überrascht werden. Die Spendenbereitschaft innerhalb der Greesberger war sehr groß. Ca. 12.000 Tüten Gummibärchen, 15.000 Waffelriegel, 3.080 Tafeln Schokolade und 1.200 Stück „Dreier-Kuchen“ standen am Freitag, 18.02.2022, im Clubhaus beim Kanu Club KCG Köln e. V. in Köln-Rodenkirchen zur Abholung bereit. Gegen 17:00 Uhr fuhr ein 7,5 Tonnen LKW vor, der von der KG Greesberger Kommern gestellt wurde. Das Vereinsmitglied Guido Heske, Zeugwart und stellvertretender Zugleiter, war für den Transfer des Wurfmaterials von Köln nach Kommern eingeteilt worden. Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Freitag eine Unwetterwarnung ausgegeben. Es waren orkanartige Böen angekündigt. Trotz der schlechten Wetterlage konnte die Übergabe des Wurfmaterials an unsere Freunde der KG Greesberger aus Kommern planmäßig stattfinden. An Weiberfastnacht wurde die süße Warensendung von einer Abordnung der KG Greesberger Kommern an sechs Altenheime, drei Schulen und sieben Kindergärten verteilt. Insgesamt haben sich über 1250 Kinder riesig über die Kamelle gefreut. Das restliche Wurfmaterial wurde am Rosenmontag bei einem „Brauchtumsspaziergang“ durch das Dorf an die Kommerner Bevölkerung verteilt.  Aufgrund der Situation in der Ukraine, die sich sehr schnell und dramatisch entwickelt hat, wurde vom Festkomitee Kölner Karneval auch das geplante Rosenmontagsfest im RheinEnergieStadion abgesagt. Stattdessen werde in der Innenstadt eine Friedensdemonstration durchgeführt. Bei der ursprünglich geplanten Ersatzveranstaltung „Rosenmontagsfest“ im RheinEnergieStadion wäre ein bisschen „Werfen“ vor 8800 Zuschauern noch möglich gewesen. Gruppenwart Hildebrand Frost hatte dafür einen geringen Teil unseres Wurfmaterials zurückgelegt.

Der Karneval gibt Zuversicht. Das hat er in den letzten beiden Jahren gezeigt. Er hält die Karnevalisten zusammen und schenkt Kraft. So wird leider die närrische Zeit durch die Pandemie und angesichts des von Kremlchef Wladimir Putin angeordneten Einmarsches in die Ukraine  anders stattfinden. Wir schunkeln nicht an den Sorgen der Menschen vorbei. Aber wir lassen uns auch nicht die Grenzen des Frohsinns von Menschen bestimmen, die Freiheit und Frieden mit Füßen treten.                                                                                                          GS  

 


Karnevalistische Postsendungen

Das Festkomitee Kölner Karneval hatte mit der Landesregierung abgestimmt, dass es angesichts der nach wie vor herrschenden Pandemie auch in der Session 2021/22 keine Sitzungen und Bälle geben soll. So sehr wir auch unsere immer stimmungsvollen Veranstaltungen vermissen, haben wir Greesberger uns für das Wohl und die Gesundheit unserer Familien, Freunde und Gäste entschieden. Zum Ende des vergangenen Jahres hatten wir trotz der Absage unserer Veranstaltungen noch ein wenig die Hoffnung, dass wir nicht ganz auf den karnevalistischen Frohsinn verzichten müssen. So konnten wir schließlich auch einige kleine Zusammenkünfte mit eingeschränkter Teilnehmerschaft durchführen. Wir erinnern da gerne an unseren Abend am Freitag, 21.01.2022, mit der „Mötz“ im Hotel Coellner Hof oder den Besuch bei der Schwarzen Mutter Gottes am Dienstag, 15.02.2022, mit anschließendem offenen Stammtisch, der ebenfalls im Hotel Coellner Hof stattfand. Dieser Stammtisch war voll mit Überraschungen gespickt. In Vorbereitung ist auch nach Abschluss der Session (die eigentlich keine war) der traditionelle Fischbrunch im Lindner Hotel City Plaza. Die offizielle Einladung zum Fischbrunch wurde inzwischen versendet.

Der Generalappell konnte aufgrund der erwarteten Corona-Anordnungen nicht stattfinden. Somit mussten Alternativen für die Ordensausgabe geschaffen werden. Einige wenige Mitglieder konnten den Sessionsorden und das neue Sessionsheft schon beim Mützenabend entgegennehmen. Alle anderen sollten aber auch kurzfristig in den Genuss kommen. Somit gingen Orden und Sessionsheft mittels Briefsendung an die übrigen Mitglieder. Die Sessionsorden für die Tanzgruppen wurden zeitgleich an die Tanzgruppenleiterin Marion Lambrechts und an den Tanzgruppenleiter Carl Seher ausgegeben. Die Verteilung an die Tänzerinnen und Tänzer wurde dann intern organisiert. Die Verpackungsaktion fand unter der Leitung des Präsidenten Markus Otrzonsek statt, der seine freiwilligen Helfer*innen der Greesberg-Logistikabteilung sehr gut für diese Sonderaufgabe aufgestellt hatte. Nach der ähnlichen Aktion in der Session 2020/21 sind Angelika und Karl-Heinz Liebermann, Julia Tillips sowie Dagmar Otrzonsek schon ein eingespieltes Team.

Ein Stück „Karneval zum Nachlesen“ wollte der Gesellschaftsvorstand ihren Mitgliedern bieten und erklärte: „Unser Sessionsheft ist wie ein Rezept gegen Langeweile, Missmut und auch Ungeduld während der anhaltenden Pandemie.“ Sicherlich war es eine Herausforderung, das Heft mit Inhalten zu füllen, denn es gab ja in der vergangenen Session keine Sitzungen, auf die man zurückblicken konnte. Und doch ist es uns gelungen, ein kreatives, unterhaltsames Heft zusammenzustellen.

Eine Überraschung war auch die persönliche Postsendung von unserem Senatspräsidenten Hermann Josef Kastenholz, der mit einem beiliegenden, netten Begleitschreiben die Warensendung als „Notfall-Paket“ verschickt hatte. Die Empfänger der karnevalistischen Warensendung waren die Mitglieder der Gesellschaft und des Reitercorps. Die Artikel waren farblich auf die Greesberger in schwarz-orange, aber auch mit goldenen Farb-Elementen ausgerichtet. Die Trendfarbe 2022 ist allerdings „lila“. Der Farbton heißt offiziell „Very Peri“ und ist eine Mischung aus der Farbe einer bekannten Schokoladenmarke und einem klassischen Blau – ein bläuliches Violett also. Passend in Zeiten von Corona ist diese warme und freundliche Trendfarbe ein unbeschwertes Gefühl der Zuversicht und eine fröhliche Sicht auf die Welt. Die Greesberger machen aber solche Modeerscheinungen nicht mit und bleiben bei ihrer Tradition.

Das dürfen wir auch gar nicht, denn die Stofffarben sind in unserer Satzung festgeschrieben. Wir sind auch stolz auf unsere orange-farbige Gesellschaftsjacke, die auch „Litewka“ genannt wird. Unser Senatspräsident hat mit der Farbgebung alles richtig gemacht.

Kleine Haribo-Goldbären und Schokotäfelchen von Ritter Sport gehörten genauso zum Inhalt wie Luftschlangen, ein Luftballon, ein oranges Knicklicht und Konfetti in Übergröße. Ein Pin mit der Aufschrift „Wir schlagen Corona“ rundete das Karnevals- Überraschungspaket ab. Diese ungewöhnliche Postsendung kam bei den Mitgliedern in dieser trostlosen Zeit sehr gut an. Das ist in der Regel immer so, wenn man auf etwas nicht vorbereitet ist und auf diese Weise überrascht wird. Der Dank an unseren Senatspräsidenten wurde über die verschiedensten Kanäle, wie z. B. über E-Mail, WhatsApp oder Facebook, aber auch über Telefon ausgesprochen.

Wir haben nun die Hoffnung, baldmöglichst das gewohnte Gesellschaftsleben wieder aufzunehmen, um mit euch zusammen gemeinsame Stunden in voller Personenstärke ohne Maske, Abstand und Verordnungen von Stadt, Bund und Land zu verbringen.

Wir haben uns aber in den vergangenen zwei Jahren nicht von der Pandemie unterkriegen lassen und sind in dieser Zeit immer sehr kreativ geblieben. Es ist trotzdem sehr schade, dass das Corona-Virus auch in der Session 2022 die karnevalistische Zeitreise verhindert hat. Wir haben uns alle gefreut auf einen bunten und fröhlichen Fastelovend. "Alles hät sing Zick", ist nicht nur das Motto der diesjährigen Session, sondern 2013 haben die Bläck Fööss schon das jetzige Motto zum Lied gemacht. Ob die Bläck Fööss schon damals etwas geahnt haben?                                    GS

 

 


Besuch bei der Schwarzen Mutter Gottes mit anschließendem Stammtisch am 15.02.2022

Leider war es uns auch in dieser Session wieder nicht vergönnt, den Karneval in seiner gewohnten Art und Weise zu feiern. Dank der anhaltenden Corona-Pandemie können wir nicht singen, tanzen, schunkeln und fröhlich sein. Gerne wären wir mit unseren Gästen, Partnern und Sponsoren sowie allen unseren Bekannten und karnevalistischen Freunden auf eine Zeitreise gegangen. Schon frühzeitig mussten wir unsere Karnevalsveranstaltungen mit Publikum absagen. Das stimmte uns natürlich alle sehr traurig, aber diese Tatsache passte nun mal zu dem diesjährigen Karnevalsmotto „Alles hät sing Zick“. Das Motto klingt schon fast sarkastisch, aber trifft den Nagel auf den Kopf. Aber keine Gesetze, Regeln, Vorschriften und Vereinbarungen ohne Ausnahmen. Der jährliche Besuch bei der Schwarzen Mutter Gottes ist nun einmal bei den Greesbergern gesetzt und gehört zum Pflichtprogramm unserer Gesellschaft. Die geltende Coronaschutzverordnung hatte auch die Gottesdienste unter bestimmen Auflagen zugelassen. Anfang Februar wurden dann für diesen gesellschaftsinternen Termin die offiziellen Einladungen an die Mitgliedschaft verschickt. Somit konnten wir unsere traditionelle Greesberg-Messe mit Aufstellung der Kerze feiern. Allerdings war die Teilnehmerzahl auf 27 Personen beschränkt.

Im „Hillige Kölle“ gibt es unendlich viele Erinnerungsstätten an Heilige, wie zum Beispiel den Dreikönigsschrein oder die „Goldene Kammer“ in St. Ursula. Doch zu kaum einer Heiligenfigur haben die Kölner eine so enge, fast schon persönliche Bindung wie zu der Schwarzen Mutter Gottes in der Kupfergasse. Wenn früher meine Eltern in der Innenstadt unterwegs waren, gehörte ein dortiger Besuch genauso zum Stadtbummel, wie das Einkaufen beim „Tietz“, dem heutigen Kaufhof oder die Einkehr in die Puszta-Hütte, die sich schon seit über 70 Jahren in der Fleischmengergasse/Nähe Neumarkt befindet.

Für die Kölschen ist und bleibt die Schwarze Mutter Gottes ursprünglich, also irgendwie eine Heilige zum Anfassen, die sich allen Anliegen annimmt.

Doch bevor unsere liebevoll gestaltete karnevalistische Kerze gesegnet, aufgestellt und angezündet wurde, fand zunächst ein Gottesdienst statt. Diese Messe ist besonders auch für die Lebenden und Verstorbenen der Greesberger gedacht. Die Heilige Messe wurde von Pfarrer Dirk Peters gehalten. Er ist seit 2005 Schulseelsorger an der Erzb. Ursulinenschule Köln und Subsidiar in St. Johann Baptist in Bergisch Gladbach/Refrath. Als Konzelebrant fungierte, wie schon im Vorjahr, der Hausherr der „Kupfergasse“ Msgr. Dr. Thomas Vollmer.

Unser Greesbergpfarrer Dr. Dominikus Schwaderlapp konnte in diesem Jahr an dem Gottesdienst und der Kerzenaufstellung bei der Schwarzen Mutter Gottes nicht teilnehmen. Bis Ende Juli 2022 verweilt er noch in Afrika und übt dort eine Missionstätigkeit als Kirchenvertreter aus. Nach der einjährigen Auszeit als Priester im Erzbistum Mombasa (Kenia) wird er anschließend seinen Dienst als Weihbischof in Köln wieder aufnehmen.

In der katholischen Kirche ist es Brauch und seit dem zweiten Vatikanischen Konzil wieder Bestandteil der Messfeier, Fürbitten für bestimmte Anliegen an einen Heiligen, Gott oder Jesus Christus zu richten.

Die Fürbitten wurden diesmal von Mitgliedern der Greesberger vorgetragen. Neben dem Präsidenten Markus Otrzonsek und Senatspräsident Hermann Josef Kastenholz, trugen auch der Vizepräsident Hildebrand Frost, Schatzmeister Helmut Brendt und Geschäftsführer Georg Steinhausen die Anliegen den versammelten Gottesdienstbesuchern vor. Die Kirchenbesucher erwiderten und ergänzten die vorgetragenen Fürbitten mit: „Wir bitten dich, erhöre uns.“

Nach dem Schlusssegen durch Pfarrer Dirk Peters versammelte man sich in oder auch außerhalb der kleinen Kapelle, die seit Anfang des 18. Jahrhunderts von einem barocken Kirchenbau umschlossen ist. Es ist ein schlichter Backsteinbau, wie er in der niederländischen Barockbaukunst üblich ist.

Die Lauretanische Kapelle wurde für das Gnadenbild der Schwarzen Mutter Gottes im Jahre 1675 errichtet. Es war eine Loreto-Kapelle nach dem Vorbild der Casa Santa in Loreto. Die Herkunft der Madonna ist heute nicht mehr festzustellen, sie ist aber sicherlich mindestens so alt wie die Kapelle.

1803 wurde der barocke Kirchenbau nach Aufhebung des Klosters eine Pfarrkirche. Im Bombenkrieg 1942 brannte sie allerdings ab und wurde ab 1952 wiederaufgebaut.

Eigens zu unserer Kerzenaufstellung wurde das verzierte Rokoko-Gitter geöffnet. Auch bei dieser Zeremonie waren Corona bedingt nur wenige Teilnehmer zugelassen.

„En Kääz en de Koffergass opstelle“ ist auch noch heute ein wichtiger Bestandteil Kölscher Volksfrömmigkeit.

Wir Greesberger sind auch mit der Wallfahrtskirche zur „Schwarzen Mutter Gottes“ im Herzen unseres schönen Kölns eng verbunden. Unsere Fahnen und Standarten wurden hier gesegnet und seit 1989 bitten wir mit einem Kerzenopfer im Rahmen der Heiligen Messe um gutes Wetter am Rosenmontag, damit während des Zuges nichts passiert und dieser Tag für uns unvergessen bleibt.

Damit haben wir einen kleinen Vorsprung vor dem Kölner Dreigestirn, das erstmalig im Jahre 1992 der Schwarzen Mutter Gottes eine Kerze stiftete.

Unvergessen und auch in bester Erinnerung ist der im Jahre 2015 verstorbene Prälat Msgr. Werner Plenker, der ein umfassendes Wissen über die Greesberger hatte und auch sehr oft während der Kerzenaufstellung einige Episoden unserer Vereinsgeschichte zum Besten gab.

Als dunkelhäutige Marienfigur ist die Schwarze Mutter Gottes in der Kupfergasse in guter Gesellschaft. Weltweit werden schwarze Madonnen verehrt, alleine in Deutschland sind es 25 Exemplare.

Da die Madonna aus Lindenholz gefertigt wurde – eine von Natur aus weißlich/gelbliche bis maximal hellbräunliche Farbe – ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Ruß der unendlich vielen Opferkerzen die Figur geschwärzt hat. Immerhin steht die Madonna seit 1630 in Köln. Es ist fast ein Wunder, dass sie alle Irrungen und Wirrungen in unserer Stadt unbeschadet überstanden hat.

Die kunstvoll verzierte Kerze wurde auch in diesem Jahr von unserem Senator Heinz Sprengler angefertigt, der die Kerze dann auch auf dem Kerzenständer vor der Madonna platzieren durfte. Von Pfarrer Peters wurde die Karnevalskerze geweiht und vom Präsidenten Markus Otrzonsek angezündet. Nach dem Schlussgebet „Gegrüßet seist du Maria“ endete die Kerzenaufstellung bei der Schwarzen Mutter Gottes in der Kupfergasse, der Heiligen mit „Bodenhaftung“. Leider war der Ausklang des Orgelspiels der vorangegangenen Messe für die Kerzenaufstellung in der Schwarzen Mutter Gottes etwas unglücklich und sogar etwas störend. Die Lautstärke der Orgelklänge übertönte das „Gesagte“ von Pfarrer Peters.

Anschließend fand im Casino Hotel „Coellner Hof“ noch ein offener Stammtisch statt. Auch hier mussten wir eine Teilnahmebegrenzung in der Einladung ankündigen. Wen wundert es. Doch diesmal wurde die zulässige Teilnehmergrenze nicht erreicht, so dass keiner ausgeladen werden musste. Darüber waren alle angemeldeten Personen sehr erfreut, denn der Rest des Abends im Casino der Greesberger war mit Überraschungen gespickt. Nur einige wenige waren über die Ereignisse informiert, sonst hätte es ja auch keine Überraschung werden können. So war es auch nicht verwunderlich, dass plötzlich einige Vorstandsmitglieder vom Festkomitee Kölner Karneval im Eingangsbereich des Hotels Coellner Hof gesichtet wurde. Im Gepäck hatten sie zwei Urkunden, die anschließend eine wichtige Rolle spielen sollten. In Würdigung und Anerkennung der großen Verdienste, die sich die G.K.G. Greesberger e. V. Köln von 1852 in mehr als 111 Jahren um den Kölner Karneval und insbesondere um die Pflege und Tradition erworben hat, wurde uns der Titel TRADITIONS-GESELLSCHAFT zuerkannt. Bevor es aber dazu kam, stand noch eine andere Aktion im Mittelpunkt.

Präsident Markus Otrzonsek bekam vom Festkomitee Kölner Karneval den Verdienstorden in „Silber“ überreicht. Die Begründung für diese hohe Ehre war vielfältig. So erinnerte man daran, dass er sich seit Beginn seiner Mitgliedschaft im Jahre 1999 ununterbrochen für das Wohl der Greesberger eingesetzt hat. Er war Plaggenträger und Gruppenwart der Gesellschaft, 6 Jahre lang Vizepräsident und ab 2017 bis heute Präsident der Greesberger. Dabei erschöpfte sich sein Einsatz aber nicht nur auf die offiziellen Tätigkeiten und Ämter, sondern er war auch immer mit Herzblut dabei, egal ob als Mitglied im Elferrat oder bei den Sitzungen, beim Kappesboorefess oder bei den Straßenfesten. Für diese langjährige Treue und den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Gesellschaft war es nun an der Zeit, die erbrachten Leistungen mit dieser würdigen Ehrung im Hotel Coellner Hof angemessen zu honorieren. Die Ehrung übernahm unser Senator Michael Kramp, der zugleich Vorstandsmitglied bei den Greesbergern, aber auch beim Festkomitee Kölner Karneval ist. Markus Otrzonsek war sehr gerührt über die Ehrung, zumal sie noch in diesem denkwürdigen Rahmen stattfand. Obwohl er sonst nie verlegen wirkt, fehlten ihm nun die Worte. Diese Ehrung wurde auch mit einer Urkunde vom FK attestiert. Nach diesem erfreulichen Moment konnte er dann auch die zweite Urkunde zur Ernennung der Greesberger als Traditions-Gesellschaft entgegennehmen. Die Ernennung am heutigen Tag war ein ganz wichtiger Meilenstein in der Vereinsgeschichte der G.K.G. Greesberger e. V. Köln von 1852. Diese Urkunde wird demnächst in unserem Casino die Wand schmücken und auf diesen einzigartigen Moment hinweisen.                                                                                                        GS 

Bildergalerie Bilder Gesellschaft


Bildergalerie Niki Siegenbruck


Treffen mit der " Mötz"

Treffen mit der Mötz am Freitag, 21.01.2022

 

Der Kölner Stadt-Anzeiger hat es in seiner Tagesausgabe am Mittwoch, 19.Januar 2022, auf den Punkt gebracht. „Fastelovendsjeföhl wohl dosiert“. Es sind die kleinen, kreativen Formate, die Frohsinn bringen. Aufgrund der Ungewissheit, wie sich das neue Omikron-Virus in unserer Mutterstadt Köln entwickeln würde, wurde auch für uns Greesberger die Veranstaltungsplanung immer schwieriger. Den traditionellen Generalappell am 11.01.2022, der im Hotel Coellner Hof stattfinden sollte, hatten wir schon frühzeitig absagen müssen, weil aufgrund der seinerseits vorgelagerten aktuellen Corona-Verordnungen an eine Durchführung nicht zu denken war. Das es dann aber doch in eingeschränkter Form möglich gewesen wäre, hat uns dann auch nichts mehr genützt, denn die Absage war schon im Umlauf. Selbstverständlich haben wir uns immer nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung gerichtet, aber auch wir wollten nicht auf das Fastelovendsjeföhl verzichten. So ganz ohne Karneval können die kölschen Jecken ja sowieso nicht sein. Schließlich durfte man ja Fastelovend fiere, wenn auch nur mit Einschränkungen. Und so arbeiteten auch wir an dem Versuch, das Vereinsleben aufrecht zu erhalten und unseren Mitgliedern ein Stück Fastelovendsjeföhl zu geben. Freitag, 21.01.2022, stand als Option und damit als Ersatztermin für den ausgefallenen Generalappell in unserem Veranstaltungskalender etwas länger fest.  Auf der letzten Sitzung des geschäftsführenden Vorstands entschied man sich dann auch für ein kleines Event an diesem Freitag. Jetzt mussten wir dem Kind nur noch einen Namen geben. Das war einer der leichtesten Übungen, denn mit der Veranstaltungsbezeichnung „Treffen mit der Greesberg-Mötz“ konnten sich die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands schnell anfreunden. Damit war für uns Greesberger eine neue Idee für ein Gesellschaftstreffen in der fast karnevalslosen Zeit geboren. Neu ist es allerdings nur für uns, denn hinter der „Fastelovends-Mötz“ steckt eine historische Geschichte.

Eine Narrenkappe (Mötz) war nämlich im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit die typische Kopfbedeckung des Narren. Die Idee der Narrenkappe im Karneval wird dem preußischen Kommandeur der Dragoner, Generalmajor Baron Czettritz zugeschrieben. Am 14. Januar 1827 schlug er dem Protokollbuch des Kölner Festordneten Comités zufolge vor als Unterscheidungszeichen der Eingeweihten ein kleines buntfarbiges Käppchen während der Versammlungen aufzusetzen, um diejenigen, die hier unberufen eindringen, erkennen und nach Verdienst abweisen zu können. Heute hat jede Karnevalsgesellschaft ihre eigene Mütze, die sich in Farbe und Stickerei voneinander unterscheiden. Eingeweihten ist es so möglich, den Träger einer Gesellschaft zuzuordnen. Eine gleichartige Kopfbedeckung stärkt auch das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gemeinschaft.

27 Mitglieder erschienen vor Veranstaltungsbeginn um 18:00 Uhr pünktlich mit der Mötz im Casino Coellner Hof. Zum Schutze aller Anwesenden und den gültigen Schutzverordnungen musste man sich vor Eintritt in den Gesellschaftsraum einer Impfkontrolle unterziehen, denn Einlass erhielt nur derjenige, der geimpft, genesen und einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorweisen konnte. Bis zum Auftritt des Kölner Sängers Philipp Godart wurden dann nach der Begrüßung und Eröffnung des Mötzentreffens durch den Präsidenten Markus Otrzonsek die tagesaktuellen Neuigkeiten ausgetauscht.

Der gemütliche Abend wurde durch den Auftritt von Philipp Godart mit kölscher Musik angereichert. Er ist Sänger, Gitarrist und Entertainer – und das ist er durch und durch. Seit seinem 11. Lebensjahr steht er auf der Bühne und inzwischen hat er schon eine erstaunliche Karriere hinter sich. Er ist bestens aufgestellt und bietet den perfekten Soundtrack für diejenigen, die Kölsches Lebensgefühl und Kölsche Musik suchen. Er präsentierte eigene kölsche Lieder und wurde mit großem Applaus verabschiedet. Danach erreichten die Schrittzähler des Servicepersonals vom Hotel Coellner Hof ihre Leistungsgrenzen. Da nun möglichst auch alle gleichzeitig mit dem Abendessen beginnen sollten, kam Bewegung und Rotation im Serviceteam auf. Es wurde für die anwesenden Teilnehmer von der Kölschen Foderkaat ein Möhrengericht mit Frikadellen aufgetischt. Gut gespeist und gesättigt wurde gegen 20:00 Uhr dem Kölner Dreigestirn samt Equipe und Adjutantur einen famosen Empfang bereitet. Dafür hatten wir eigentlich beim Einmarsch den Büttenmarsch der Altstädter Köln 1922 auf dem Schirm, aber die Technik wollte da nicht mitspielen. Der Greesberger-Tageschor wusste sich zu helfen und empfing „Prinz Sven I.“, „Bauer Gereon“ und „Jungfrau Gerdemie“ mit dem Songtext des Komponisten Fritz Weber „Ach wer ich nur ein einzigmal, ein schmucker Prinz im Karneval.“

Prinz Sven I. betonte, dass man als Dreigestirn sehr überrascht sei, wie die Gesellschaften für die Session kreative Ideen entwickelt haben und umsetzen, um ohne Sitzungen, Bälle und Umzüge ein wenig vom Duft des Fastelovends zu spüren. Zudem äußerte der Prinz die Hoffnung, dass die Veranstaltungen der leisen Töne, wie die der Greesberger auch künftig ihren Bestand haben sollten, da solche schon immer wichtig für den Fasteleer waren, sind und auch bleiben sollten.

Traditionell sammelt das Kölner Dreigestirn bei seinen Auftritten im Laufe der Session.

Präsident Markus Otrzonsek dankte „Prinz Sven I.“, Bauer Gereon“ und Jungfrau Gerdemie“ für ihr Kommen und überreichte einen orangenen Volleyball, der obligatorisch den Übergang zu der Spendenaktion „Grundschulen in Bewegung“ des Kölner Dreigestirns erleichtern sollte.

Nach Aschermittwoch überreicht das Dreigestirn den Gesamtbetrag aller Spendeneingänge für kölsche „Pänz“ an die Matthias Scherz-Stiftung, welche die Spenden dem Projekt „Grundschulen in Bewegung“ zufließen lässt. Des Weiteren erhielten die drei Tollitäten kunstvolle, farbige Fotografien vom Kölner Dom, die aus der Künstlerwerkstatt von Rudi Peters aus Köln stammten.

Die Greesberger spendeten für dieses Projekt einen Betrag von 333,33 €. Damit war auch der Bezug zum Kölner Dreigestirn - 3 x 111,11 € - hergestellt.

Geehrt durch den Präsidenten wurde Veit Hennemann für 25 Jahre als Ehrenratsherr. Nachdem es durch die Pandemie in der letzten Session nicht möglich gewesen war, leisteten Dieter Eichinger-Heß und Dr. Günter Peters an diesem Abend den Fahneneid. Dies war für Günter Peters natürlich von besonderer Bedeutung, da er bisher eine „Sondergenehmigung“ des Vorstandes hatte, seine Tätigkeit als Pressesprecher schon vorab auszuüben. Danach wurden der neue Sessionsorden und das Sessionsheft an die Anwesenden ausgegeben.

Es war durchaus ein gelungener Abend, der durchweg zu positiven Rückmeldungen führte.

Zum guten Schluss ging es dann doch wieder um die Hopfenstange. Es sind aber hier nicht die Hopfenstangen gemeint, die in den Hopfen-Anbaugebieten eingesetzt werden, an denen sich Hopfenreben bis zu 7 Meter in speziellen Gerüstanlagen nach oben ranken. Wir meinen als Hopfenstange das Behältnis, dass sich am besten in Köln für die Bierverkostung eignet. 

Deshalb bedanken wir uns bei Leo Weintz (anlässlich seines 70. Geburtstags) für die Getränkerunden und auch bei Dr. Günter Peters (anlässlich der offiziellen Aufnahme in die Gesellschaft), hervorgehoben durch die heutige Vereidigung.

Der Beweis ist also doch gebracht! Im zweiten Corona-Jahr sind es halt doch die kleinen, kreativen Formate, die den Frohsinn bringen. Aber das Kölle Alaaf bleibt auch im zweiten Corona-Jahr unverändert, - halt e betzje stiller -.

Alle waren sich einig, dass man zukünftig den „Mötzenabend“ im offiziellen Veranstaltungsprogramm bei den Greesbergern mit aufnehmen soll. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Somit konnten wir Corona ausnahmsweise auch mal etwas Positives abgewinnen.

GS

 


Karnevalistengottesdienst im Kölner Dom

Präsident Markus Otrzonsek trifft Kölner Dreigestirn 2022

Karneval und Kirche gehören in Köln untrennbar zusammen. Es ist schon eine feste Tradition: Die Kölner Karnevalssession beginnt mit einem festlichen Pontifikalamt im Kölner Dom. Aus einer Idee im Jahre 2006 wurde eine stilvolle Tradition. Die erste Karnevalsmesse wurde am 04.01.2007 im Hohen Dom zu Köln durchgeführt. Das Pontifikalamt zum Auftakt des Kölner Karnevals wurde dann im Jahr 2016 zu einem ökumenischen Gottesdienst. In den vergangenen Jahren gab es immer mal wieder Veränderungen. Im letzten Jahr musste der Gottesdienst wegen der Corona-Pandemie sogar komplett ausfallen. In der Session 2022 fand zwar der Gottesdienst statt, aber auch mit vielen Einschränkungen.

Der traditionelle Gottesdienst der Karnevalisten im Kölner Dom fand in diesem Jahr erstmals am Wochenende nach der Proklamation statt. Im Rahmen der Feier am Samstag, 08. Januar, bat das kleine und große Dreigestirn im vollen Ornat um den Segen für die Session 2022. Durch die Corona-Pandemie gab es allerdings keine öffentliche Teilnahme vor Ort.

Nur wenige Jecken - darunter auch das Kinder-Dreigestirn - fanden wegen der Corona-Einschränkungen Einlass in den hohen Dom zu Köln. Nur 270 Teilnehmer - und die auch nur mit 2G-Plus - waren an diesem Samstagmittag zugelassen. Unser Präsidenten Markus Otrzonsek stand jedoch wie viele Präsidenten und 1. Vorsitzenden auf der Liste der handverlesenen Gästeschar.

Die Greesberger waren selbstverständlich auch mit Gesellschaft und Tanzgruppen vertreten. Von der Gesellschaft war Senator Kurt Gottlieb mit der Standarte in Kölns Kathedrale, sowie die Standartenträger Michael Bier von der TG „Kölsche Greesberger“ und Leonard Prinz von der JTG „Kölsche Greesberger“. Auch das Tanzpaar Mirja Lamczek und Giulia D’Imperio der JTG sowie das Tanzpaar Jacky Group und René Heß von der TG freuten sich auf den Einmarsch.

In diesem Jahr wurde der Gottesdienst vom Dom- und Stadtdechant Monsignore Robert Kleine sowie dem evangelischen Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger gehalten.

Traditionell wurde die Karnevalsmesse gesegnet und entzündet. Gestaltet wurde die Kerze wie in den vergangenen Jahren mit Liebe zum Detail vom kleinen Trifolium der Session 2022, Prinz Felix I., Bauer Robin und Jungfrau Helena. Die Segnung durch den Stadtdechanten Msgr. Robert Kleine war eine große Freude für alle Karnevalisten. Entzündet wurde die Kerze während des diesjährigen Domgottesdienstes für Kölner Karnevalisten von dem Präsidenten des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, gemeinsam mit dem Kölner Kinderdreigestirn 2022.

Anschließend folgten die Lesung und die Predigt. Nach dem Lied von Willi Ostermann „Och, wat wor dat fröher schön doch en Colonia“ kam das Grußwort und die Fürbitten.

Nach dem Schlussgebet und dem Segen folgte noch eine kleine Prozession zum Dreikönigenschrein.

 

Mit dem Einzug der Fahnenabordnungen und Tanzpaare der Tanzgruppen begann die Messe. Mit dem Ausmarsch der Fahnenabordnungen - unter musikalischer Begleitung durch die Domstädter und dem Schlusslied „Am Dom zu Kölle“ - ging der Gottesdienst der doch schon wieder anderen Session 2022 zu Ende.

Aber es war an dem Nachmittag noch nicht das Ende für unseren Präsidenten Markus Otrzonsek. Es sollte nun noch eine Aktion folgen, die Markus Otrzonsek mit FK-Vorstandsmitglied und Mitglied der Greesberger, Michael Kramp, schon einige Tage vorher abgestimmt hatte.

Nach der Karnevalistenmesse stand im Tagesprogramm des Kölner Dreigestirns ein Interview beim Domradio an, dessen Standort sich gegenüber dem Westportal des Kölner Doms befindet.

Es handelt sich um den Sender des Bildungswerkes der Erzdiözese Köln e. V. Über das geplante Interview des Kölner Dreigestirns beim Domradio war unser Präsident Markus Otrzonsek sehr gut informiert. Da er auch noch die Örtlichkeiten im Domforum kannte, hat er sich einfach in den 5. Stock begeben, um das Kölner Dreigestirn nach dem Interview zu überraschen. Bei dieser Gelegenheit sollte dann der Sessionsorden 2022 der Greesberger überreicht werden. Dies hat dann auch wunderbar funktioniert. Mit dabei war auch Senator Karl-Heinz Liebermann, der von der Überraschungsaktion Fotos machen sollte. Aber es kam dann noch besser. Denn wie der Zufall es wollte, war dann auch noch der Karnevalsfotograf Niki Siegenbruck in der Nähe und hat diese besondere Aktion im Bild festgehalten. Prinz, Bauer und Jungfrau mussten sich dann vorkommen wie die Heiligen 3 Könige, bei denen sie noch kurze Zeit vorher im Dom am Dreikönigsschrein gestanden haben. Der Unterschied war nur, dass sie keine Geschenke mitführten, sondern Geschenke erhielten. Neben dem Orden bekamen die „Drei“ in einer Greesberg-Baumwolltasche u. a. eine Flasche Orangensaft „Hohes C“, einen orangene Tüte mit „Katjes Fruchtbonbons VitaMinis + Vitamine“ sowie eine Schachtel „After Eight Mint mit Orange Flavour“ überreicht. Aus seiner privaten Schatulle gab er noch für die Damen des „Dreigestirns“ je einen Plagge-Pin. In dieser Session hatten wir ja keine Damenorden aufgelegt.

Domdechant Kleine - der auf der 4. Etage des Domforums seine Büros hat - fand sich dann plötzlich auf der Etage des Domradios ein. Auch diese Gelegenheit ließ Markus Otrzonsek nicht aus und überreichte dem Domdechant Msgr. Robert Kleine ebenfalls den Sessionsorden der Greesberger.

Ein gelungener Nachmittag der Karnevalisten ging zu Ende, der für uns Greesberger aufgrund der Überraschungsaktion des Präsidenten dann auch noch sehr erfolgreich war.

In dieser Session erinnern wir uns wieder an das letztjährige Lied von Brings und dürfen leise singen: „Alaaf auch jetzt ein bisschen stiller“. Die Menschen haben inzwischen begriffen, dass auch das leise Alaaf ein Bestandteil des Karnevals ist. Das können wir in der Session 2022 auch wieder abrufen. Für die Seele des Kölner Karnevals ist die 2. Corona-Session natürlich sehr traurig und schade. Der Karneval ist aber nicht hilflos in solchen Zeiten und das ist eine Kraft. Wir wissen ja auch alle aus der Psychologie, Trauerarbeit zu leisten ist die beste Chance, die Krise zu bewältigen. Es ist wichtig, dass die karnevalistischen Strukturen erhalten bleiben und dass diese Formen gewahrt werden. Trotz Corona hat Köln wieder ein Dreigestirn. Man erlebt es anders als sonst in der Session, aber es ist da, um den Karneval zu repräsentieren.                              GS

 Quellennachweis der Bilder Teil 2:  Erzbistum Köln/Schoon


Alles hät sing Zick……   Mittwoch 15.12.2021

 

…. leider ist die Zeit, unseren Fastelovend zu feiern, auch in dieser Session noch nicht gekommen. Im Bewusstsein unserer Verantwortung für die Menschen, die unsere Veranstaltungen besuchen, haben wir Greesberger uns als drittälteste Kölner Karnevalsgesellschaft dazu entschlossen, auch im Jahr 2022 keine Veranstaltungen durchzuführen.

Angesichts des Infektionsgeschehens, der hohen Belastung der Kliniken und der großen Unsicherheit durch eine neue Virus-Variante sind wir der Überzeugung, dass wir aufgrund dessen auch eine moralische Verpflichtung haben, unseren Teil dazu beizutragen, die augenblicklich angespannte Situation nicht weiter zu verschlimmern, damit wir hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft wieder gemeinsam feiern können.

Trotz dieser Absagen bleiben wir Greesberger zuversichtlich und freuen uns auf die nächste „Fastelovend-Zick.“

 Bis dahin halten wir es mit dem alten Wahlspruch der „Kappesboore“ des Eigelsteins:

„Niemols zum Troor – Geit dä Humor – Dem Greesbergs Boor.“

 Wir sehen uns in der nächsten Session – bitte bleibt gesund!

 

Mit dreimol vun Hätze „Kölle Alaaf“

Große Karnevals-Gesellschaft Greesberger e. V. Köln von 1852

Präsident 

Markus Otrzonsek


Umzug des Lagers und Archivs der Greesberger   Dez. 2021

 

Die Gründe für einen Umzug sind vielfältig und können sowohl privater als auch beruflicher Natur sein. Wir Menschen sind zwar Gewohnheitstiere, doch von Zeit zu Zeit reizen uns neue Herausforderungen. Dann wechseln wir den Beruf, fangen in einer fremden Stadt ganz von vorne an, wagen eine (neue) Partnerschaft oder entscheiden uns für Nachwuchs. Weitere Gründe sind der Wunsch nach einer besseren Wohnlage, geringere Kosten, Streitigkeiten mit der Nachbarschaft, Eigenbedarf des Vermieters oder der Erwerb einer eigenen Immobilie.

Viele diese Veränderungen erfordern einen Umzug. Früher war es normal, sein Leben lang in der gleichen Stadt oder dem gleichen Dorf zu leben. Den meisten Menschen blieb auch keine andere Wahl, weil sie nicht so mobil oder qualifiziert waren. In der heutigen Zeit ist das jedoch anders.

In der Rankingliste der häufigsten Umzugsgründe war unser Umzugsgrund aber nicht aufgeführt. Also konnte man davon ausgehen, dass der Anlass für unseren anstehenden Umzug äußerst selten vorkommt. Es ging in unserem Fall speziell um die Standortauflösung und Verlagerung unseres Sach- und Gerätelagers sowie des Greesberg-Archivs von -X- nach -Y-. Das ist jetzt auch nicht so ungewöhnlich, aber das Zeitfenster in dem dieser Umzug stattfinden sollte, war verdammt kurz.

 

Das lag hauptsächlich daran, dass wir doch sehr überraschend darüber informiert worden sind. Aber wer Veranstaltungen organisieren und durchführen kann, sollte auch in der Lage sein, einen Umzug mit einer kurzfristigen Terminierung durchzuführen. Nachdem wir Mitte Oktober davon in Kenntnis gesetzt worden sind, haben sich die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands umgehend auf die Suche nach Ausweichmöglichkeiten gemacht. So wurden alle vorhandenen Beziehungen genutzt, um Ausschau nach neuen Lagerflächen zu halten, was sicherlich für alle ein schwieriges Unterfangen war. Außerdem war eventuell noch zu berücksichtigen, dass ein Umzug vermutlich in die Adventszeit fallen könnte und dann viele die Vorweihnachtszeit etwas ruhiger und besinnlicher angehen möchten. In diesem Zeitabschnitt hat dann ein Weihnachtsmarktbesuch bestimmt höhere Priorität als ein Umzug. Es kam uns allen verdammt schwierig vor. Es ging aber kein Weg daran vorbei, denn die Aktion war durch die Geschäftsaufgabe der Firma Gebäudereinigung GmbH & Co KG Heinz Orth zum Ende des Jahres 2021 begründet.

Am Schluss der Suche nach geeigneter Lagerfläche standen uns zwei Alternativen zur Verfügung, um überhaupt innerhalb des kurzen Zeitfensters eine Auslagerung durchzuführen. Neben der Verfügbarkeit von Räumlichkeiten, waren u. a. die monatlichen Mietkosten ein wichtiges Entscheidungskriterium. Da wir bis Mitte Dezember das Firmengelände sauber verlassen mussten, wurde der finanzielle Aspekt fast zur Nebensache. So hätten wir zunächst einmal die Möglichkeit gehabt, einen 61,5 m² beheizten Lagerraum am Standort "Groß St. Martin" in der Kölner Altstadt vom Erzbistum Köln anzumieten.

Nach einem Besichtigungstermin durch Orgaleiter Detlev Remsky und Zeugwart Leo Weintz wurde dieser Standort als "nicht geeignet" angesehen. Zwei wichtige Merkmale sprachen dagegen: Die Anfahrtsmöglichkeit mit Transportfahrzeugen war äußerst ungünstig bzw. fast unmöglich (die Zugangswege sind eng und teilweise durch Poller versperrt). Was auch noch gegen diesen Standort sprach, waren die eingeschränkten Zugangszeiten in der Woche von 06:00 Uhr bis 18:00 Uhr und am Samstag von 06:00 Uhr bis 14:00 Uhr. Wegen des An- und Rücktransports der Gerätschaften zum Auf- und Abbau unserer Veranstaltungen war dies mehr oder weniger schon ein KO-Kriterium.

 

In Abstimmung mit dem geschäftsführenden Vorstand hat man sich dann für die zweite Alternative in Rath-Heumar festgelegt. Aufmerksam auf diese Lokalität wurden wir durch einen offenen Aushang an der PIN-Wand des REWE-Marktes in Rath-Heumar. Am 19.11.2021 wurde dann der Mietvertrag abgeschlossen.

 

Natürlich werden wir die optimalen Bedingungen, die wir jahrelang im Hause Orth vorgefunden haben, schmerzlich vermissen. 

Nach Vertragsabschluss konnten die Vorbereitungsaktivitäten eingeleitet werden. Das Umzugsgut wurde vermessen und dokumentiert, die Anzahl der Umzugskartons wurde festgelegt und beschafft, die Suche nach einem geeigneten Transporter und die Abfrage von freiwilligen Umzugshelfern konnte erfolgen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass der infrage kommende und dann angefragte Helferkreis in der Mitgliedschaft der Greesberger stark eingegrenzt wurde.

 

Am Samstag, 04.12.2021, war es dann so weit und das Wetter ließ zum Glück auch einen ordnungsgemäßen Umzug zu. Pünktlich fand sich am Samstagmorgen das Umzugsteam in Köln- Raderthal bei der Firma Orth ein, um nun kräftig mit anzupacken, damit das Unternehmen „Umzug Lager und Archiv“ erfolgreich durchgeführt und abgeschlossen werden konnte.

 

An dieser Stelle geht ein riesiges Dankeschön an die Umzugshelfer Detlev Remsky, Leo Weintz, Sebastian Seher, Michael Bier, Kurt Gottlieb, Bert Jansen, Jakob Schmitz, Max Junge, Heinz Geilenkirchen, Markus Otrzonsek und Marcel Staudinger (extern). Der Zufall hatte es gewollt, dass genau 11 Personen (Jeckenzahl) bereit waren, ihren freien Samstag für die kurzfristig angesetzte Aktion zu opfern. Der Umzug wurde dann auch erfolgreich abgeschlossen, wobei neben dem angemieteten Transporter auch noch der Hänger der Fa. Seher sehr gute Dienste leistete. Für unseren Zeugwart Leo Weintz und Archivar Bert Jansen beginnt aber jetzt erst die eigentliche Arbeit. Da die angemietete Fläche nicht ganz dem entspricht, was uns bei der Firma Orth zur Verfügung gestanden hat, muss nun halt etwas improvisiert werden. Aber die Jungs werden das schon meistern.

Alles in Allem zeigt der Standort Rath-Heumar doch gewisse Vorteile. Auch das Parkplatzangebot am Königsforst ist vorhanden und die Anbindung an öffentlichen Verkehrsmitteln (KVB Linie 9 und der 154er Bus) ist gegeben.  

Unserem Senator Willi Orth wollen wir „DANKE“ sagen, dass er und seine Familie uns jahrelang und kostenfrei die Räumlichkeiten für unser Lager und unser Archiv zur Verfügung gestellt hat. Eigentlich sind dafür „Dankesworte“ noch viel zu wenig.

Wir wünschen unserem Senator Willi Orth zu Beginn des neuen Jahres ein ruhiges, angenehmes und noch ein langes Leben im verdienten Ruhestand bei bester Gesundheit.                                         GS

 

 


11.11. Feier im Lindner Hotel City Plaza, am Freitag den 12.11.2021

 

Mit dem 11. November verbinden uns jedes Jahr zwei wesentliche Ereignisse. Zum einen ist es der Martinstag, zum anderen die feierliche Eröffnung der beginnenden Karnevalssession. Die Karnevalssession wird traditionell am 11.11. um 11:11 Uhr auf dem Heumarkt in

der Kölner Altstadt eröffnet. Die Karnevalsjecken sollen wieder ins Epizentrum des kölschen Fastelovends zurückkehren. Viele freuen sich auf das Feiern und den „Spaß an der Freud“. Es war aber in diesem Jahr ein Karnevalsauftakt zwischen Freude und Sorge.

Aber ganz so wie vor Corona wird die kommende Session immer noch nicht werden Viele sehnen sich nach dem wunderbar engen Miteinander im Fastelovend bei Sitzungen, Partys und dem Rosenmontagszug. Man ist wieder bereit zum Tanzen,

Singen und Feiern. Doch die G-Regeln bestimmen immer noch unseren Alltag. Das Festkomitee Kölner Karneval hatte am Rosenmontag 2021 das Motto vorgestellt: „Alles hät sing Zick.“ Damit sollte der Bogen von der Corona bedingten, eher verhalten gelebten Session 2021, zu einer heiteren und stimmungsvollen Session 2022 geschlagen werden. Um das Feiern und Schunkeln ohne Abstand und ohne

Maske möglich zu machen, gelten in allen Bereichen die G2, G3 oder G3 Plus - Regeln. Wir werden alle erleben, ob es tatsächlich ein Karnevalsfest der Fröhlichkeit und Gelassenheit mit vill Spaß an der Freud werden wird. Die Greesberger nutzten zur Eröffnungsfeier des 11. im 11. am 12.11.2021 die Räumlichkeiten des Lindner Hotels City Plaza in der Magnusstraße. Aufgrund von Corona gab es diesmal im Foyer keinen Sektempfang. Das war somit schon die erste coronabedingte Veränderung zu den früheren Eröffnungsfeiern.

Schon im vorderen Bereich des Foyers wurden die Impfzertifikate überprüft. Der Sessions-Auftakt im Lindner-Hotel City Plaza erfolgte nach der G2-Regelung. Zur Sicherheit aller anwesenden Teilnehmer wurde noch kurzfristig eine weitere

Maßnahme installiert. Von ca. 17:15 Uhr bis ca. 20:00 Uhr konnte in unserem Auftrag vor Ort ein Corona-Antigen-Schnelltest durchgeführt werden. Auch die überschaubare Teilnehmerzahl war ein Indiz dafür, dass doch noch 2021 alles anders ist. Die steigenden Corona-Fallzahlen in Köln führten zu einigen kurzfristigen Absagen. Dazu gehörten u. a. auch unsere geladenen Gäste Angela Stohwasser und Reiner Besgen von der Internet-Plattform „Kölsche Fastelovend Eck“. Nach 12 Jahren Redaktionsarbeit und Berichterstattung über Karneval und vom Karnevalsgeschehen in Köln und im Umland wird die Plattform am 31.12.2021 eingestellt.

Über die zurückliegenden Jahre hinweg haben Angela Stohwasser und Reiner Besgen emotionsfrei und sachlich über die Greesberger, unsere Sitzungen und über alle unsere weiteren Aktivitäten berichtet. Dafür wollten wir „DANKE“ sagen und

beiden Redakteuren unsere Plakette „Jot jemaht“ überreichen. Um 18:15 Uhr öffnete sich die Türe zum Saal. Für ca. 60 Teilnehmer waren die Tische festlich eingedeckt. Kurz danach erfolgte die Begrüßung durch den Vizepräsidenten Hildebrand Frost.

Durch die Corona–Erkrankung unseres Präsidenten musste Hillebrand Frost kurzfristig einspringen. Es kann aber jetzt schon gesagt werden, dass er die Leitung durch den Abend hervorragend gemeistert hat. Um 19:00 Uhr wurde das Buffet eröffnet. Die Küche des Lindner Hotels hatte uns ein exzellentes und reichhaltiges Buffet bereitgestellt. Neben köstlichen Vorspeisen und einer Kartoffel-Steckrüben-Suppe zählten zur Hauptspeise Sauerbraten, Schweinefilet im Speckmantel und gedämpfter

Kabeljau. Der Feinschmecker konnte sich anschließend noch mit Kaiserschmarren und heißen Kirschen, sowie dunkler Schokolade mit Birne verwöhnen lassen. Aber auch eine internationale Käseauswahl komplettierte das kalt-warme Büffet. Einfach wieder vom Feinsten!

Die JTG und TG „Kölsche Greesberger“ zeigten zeitversetzt ihr diesjähriges Bühnenprogramm und begeisterten mit akrobatischen Elementen. Es begann gegen 19:50 Uhr mit dem Auftritt der JTG „Kölsche Greesberger“. Anspruchsvolle Choreographien mit einigen akrobatischen Elementen, eindrucksvolle Anfangs- und Schlussbilder in Kostümen in den Farben der Greesberger und diese

verpackt in aktuell stimmungsvolle Musik zeichnen die Tänze der Jugendtanzgruppe der Greesberger aus. In ihren Tänzen auf kleinen und großen Bühnen in und um Köln repräsentieren die Jugendlichen der Tanzgruppe die Gesellschaft der G.K.G. Greesberger und vermitteln die Lebensfreude, welche die Jugend mit sich bringt. Es wird das Jahr über mit viel Eifer und Geschick trainiert, um die Farben der

Gesellschaft zu vertreten. Nach der Vorstellung des Bühnenprogramms der JTG „Kölsche Greesberger“ folgte der gesellschaftliche Block der Ehrungen. Die Eröffnungsfeiern werden meistens auch dazu genutzt, Ehrungen auszusprechen oder Orden für besondere Verdienste zu verleihen. Orden waren ursprünglich mal gedacht als Persiflage auf militärisches Gepränge. Verdienstorden werden nur an besonders verdiente Mitglieder eines dem vergebenden Karnevalsverbandes angeschlossenen Gesellschaft oder Verein übergeben. Um eine solche Ehre zu erhalten, bedarf es schon einer besonderen Voraussetzung. Unser Senator Michael Nolte erhielt vom Festkomitee Kölner

Karneval den Verdienstorden in Gold. Anlass war die 50jährige Mitgliedschaft bei den Greesbergern, die er schon im Januar 2021 nachweisen konnte. Die feierliche Übergabe wurde von Herrn Udo Marx vom erweiterten Vorstand des FK’s zelebriert. Mit unserem Senator Fritz Reinartz haben wir ein Mitglied unter uns, das auf eine 40jährige Mitgliedschaft bei den Greesbergern zurückblicken kann. Unser Senator Helmut Häßlein ist auf dem besten Weg, dem nachzueifern. Eine 30jährige Mitgliedschaft ist nämlich auch schon etwas ganz Besonderes. In den Reigen der Jubilare schloss sich dann auch noch unser Senator Guido Pellart an, der

inzwischen auch schon eine 25jährige Mitgliedschaft nachweisen kann.

Dieses Jubiläum fand aber schon im November 2020 statt. Wegen Corona konnte

die Ehrung aber im letzten Jahr nicht durchgeführt werden.

Abschließend erhielt unser Senator Rolf Pinzler eine Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft im Senat der Greesberger. Nach den Ehrungen hatte die TG „Kölsche Greesberger“ um 21:00 Uhr ihren Auftritt. Die Auftrittsformation der TG „Kölsche Greesberger“ ist mit ihrer tänzerischen Vielfalt und Akrobatik ein Augenschmaus auf jeder Sitzung. Es ist eine Freude zuzuschauen, wie die Tänzer und Tänzerinnen den karnevalistischen Tanz mit eindrucksvollen Choreographien, Hebefiguren und akrobatischen Elementen vermitteln.

So wie die JTG wurde auch die TG im Jahre 2009 gegründet. In dieser Zeit sind ihre Leistungen beachtlich gestiegen. Nicht nur eindrucksvolle Tänze, sondern auch das hochgepflegte Erscheinungsbild in ihren Kostümen auf jeder Veranstaltung lässt merken, dass in dieser Gruppe hoch motivierte Tänzerinnen und Tänzer stehen. Für unsere beiden Tanzgruppen war es in den letzten Monaten eine besondere Herausforderung, denn durch die anhaltende Pandemie waren die Präsenz- Probetermine sehr eingeschränkt.

Um 21:45 Uhr wurde die Band Salooon angesagt. Country-Pop op kölsch. Damit will die Band in der bevorstehenden Karnevalssession durchstarten. Mit Julia und Alina sind zwei Mädels der früheren Gruppe La Mäng dabei. Jan Oelerich, der lange Zeit

Kommandant der TG „Kölsche Greesberger“ war, ist ebenfalls Bestandteil der Band. Auf der Suche der stilistischen Nische im kölschen Musik-Geschäft sind ganz viele Bands. Auf die Stilrichtung Country ist dabei noch keine Band gekommen – bis jetzt.

Der Name Salooon verrät schon wo die Reise hingeht, auch wenn bewusst ein O zu viel dabei ist - in den wilden Westen. „Danz met mir“ ist der Titel der erster Single dieser neuen Band.

Für die weitere musikalische Unterhaltung war unser Ehrensenator Manfred Krombach zuständig, der nach dem Auftritt der Band Salooon nochmal sein musikalisches Können unter Beweis stellen konnte. Kurz vor Mitternacht war dann Aufbruchstimmung und so allmählich lichteten sich die Plätze und damit stand dann auch schon der 13.11.2021 auf dem Kalenderblatt.

Schiffstour auf dem Rhein am 30.10.2021

Bei trockenem Wetter und extremen Anfahrschwierigkeiten ( mehrere Demonstrationen ) machten wir wieder eine schöne Fahrt auf dem Rhein. Leider waren nur 19 Personen an Bord, weil etliche wegen Krankheit absagen mussten. Trotz der geringen Teilnehmerzahl hatten wir doch viel Spaß an Bord. Von Köln aus ging es 2 Stunden auf dem Rhein Richtung Leverkusen und zurück an unserem schönem Rheinpanorama entlang zur Anlegestelle. Danach ging es ins Deutzer Brauhaus, wo wir schon von anderen Mitgliedern empfangen wurden. Mit 28 Personen und sehr leckerem Essen hatten wir einen wunderschönen Ausklang des Tages.   

Text:K.H.-L.

  

 


Ritterschlag von Pastor Jens Lange im September 2021

 

Als ich vor einigen Monaten informiert wurde, dass ich einen Ritterschlag erhalten sollte, musste ich erst einmal von Herzen lachen.

Ein Ritter, so habe ich es mir vorgestellt, hat doch nur etwas mit Kreuzzügen, Kämpfe und Vergangenheit zu tun.

Doch dann habe ich mich mit diesem Thema näher auseinandergesetzt und festgestellt es hat vor allem mit Vertrauen, mit Glauben und vielen Menschen guten Willens zu tun.

So habe ich mich entschlossen, mich mit einem weiteren Mitbruder am 18. September 2021 im Kloster Helfta in Lutherstadt Eisleben in Sachsen-Anhalt zum Ritter des Ordens

ORDO MILITAE CHRISTI TEMPLI HIEROSOLYMITANI schlagen zu lassen.

Mit sehr gemischten Gefühlen fuhr ich dort hin, nach einem gemeinsamen General Kapitel des Ordens, fand am Nachmittag ein wunderschöner Gottesdienst in der Gertrudenkapelle des Klosters statt. In diesem Gottesdienst wurde auch der neue Prior in sein Amt eingeführt. Da auf Grund der Corona Pandemie es sehr schwer war einen Geistlichen zu finden, der hier diesen Festakt vornahm, wurde mir trotz Neuling im Orden diese ehrwürdige Aufgabe übertragen.

So kommt man in der katholischen Kirche zu Ämtern.

Durch den neuen Prior erhielten wir beiden Brüder unseren Ritterschlag, mit vielen wunderbaren Riten, wie das berühren der Erde aus dem Heiligen Land, das waschen der Hände mit Wasser aus dem Jordan oder das überreichen des Lichtes für einen erleuchteten Weg.

Als Zugabe dieses festlichen Tages, hat das General Kapitel mein Mitbruder zum Novizenmeister bestellt und ich habe die Aufgabe des Visitators der Gemeinschaft erhalten.

Am 2. Oktober 2021 haben wir mit einer Dankmesse in der Kapelle Maria Frieden zu Worpswede mit Familie, Freunden und Bekannten dieses Ereignis auch in meiner Heimatgemeinde in Lilienthal bei Bremen gefeiert.

Wie schon in der Festpredigt erwähnt so habe ich mein Weg als Ritter unter folgenden Leitspruch gestellt:

„Bedenke, was Du tust, ahme nach was Du vollziehst und stelle Dein Leben unter das Geheimnis des Glaubens.“

So grüße ich Euch und Sie alle mit meinem ritterlichen Gruß und wünsche allen von ganzem Herzen Gottes reichen Segen, Gesundheit und ein freudiges Wiedersehen.

Ihr /Euer Frater Jens Lange OMCTH Pastor i.R.

Jens Lange ist auch Mitglied der G.K.G. Greesberger e.V. Köln von 1852

---------------------------------------------------

Ergänzung der Redaktion:

 

Jens Lange gehört nunmehr dem souveräne Ritterorden Christi vom Tempel zu Jerusalem - Deutsches Großpriorat (O.M.C.T.H.) an.

 

Das deutsche Großpriorat des „Ordo Militiae Christi Templi Hierosolymitani“ ist ein autonomer Zweig des internationalen OMCTH mit Sitz in Jerusalem. Die Wurzeln des OMCTH / OSMTH gehen zurück auf die nie unterbrochene Linie in den Prioraten in Schottland und Portugal, wo der Orden nicht verurteilt und verboten war. Er bewahrt bis heute das wahre Erbe des ältesten Ritterordens der Welt. Er ist christlich-ökumenisch, hat eine kirchliche Protektion sowie einen geistlichen Sitz in Jerusalem.

 

Der "Ordo Militiae Christi Templi Hierosolymitani" engagiert sich sozial, karitativ und medizinisch. Nächstenliebe und Toleranz, Disziplin und Hilfsbereitschaft gehören zu den Pflichten der Ordensritter und Ordensdamen mit dem weißen Mantel und dem roten Tatzenkreuz.

 

In Köln hat der Orden seine Niederlassung in der romanischen Kirche St. Gereon.

Mit unserem Mitglied Hans-Dieter Voß haben wir ein weiteres Mitglied eines Ritterordens in unserer Gesellschaft. Er gehört dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem an. Hans-Dieter Voß wurde 1993 zum Ritter geschlagen und war der oberste Grabesritter für Nordrhein-Westfalen und zugleich auch Präsident der Rheinisch-Westfälischen Ordensprovinz, die Nordrhein-Westfalen und einen Teil von Rheinland-Pfalz umfasst.

 

Der Orden ist im Jahre 1868 vom Papst errichtet worden und steht unter dem Schutz des Heiligen Stuhls. 1888 hat der Papst genehmigt, dass auch Frauen mit gleichen Rechten und Pflichten in den Orden aufgenommen werden.

 

In Deutschland hat der Orden derzeit gut 1.400 Mitglieder. 17 Prozent davon sind Damen, 12 Prozent sind Geistliche. Sitz der deutschen Statthalterei ist Köln; ihre Ordenskirche ist St. Andreas in Köln. Das Wappen des Ordens ist das traditionelle rote fünffache Jerusalemkreuz auf silbernem Grund. Das Leitmotiv des Ordens lautet: "Deus lovult" - "Gott will es".                              GS/ MO


„Kommern packt an“ Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer am Sonntag (08.08.2021)

Am Sonntagmorgen machte sich eine kleine Abordnung von Greesbergern auf die Reise nach Kommern. Dafür hatte man einen Kleinbus gechartert, dessen Fahrer uns um 09:45 Uhr am Deutzer Bahnhof abholte. Der Anlass für den kurzfristig angesagten Besuch bei unseren Karnevalsfreunden der KG Greesberger Kommern 1947 e. V. war ein Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer im Stadtgebiet Mechernich.

 

So bitter es auch ist, dass der Ort am Bleibach nach dem schweren Hochwasser 2016 nur fünf Jahre später wieder Schauplatz einer Flutkatastrophe wurde, so zuversichtlich stimmt es gleichzeitig, dass die Menschen hier auf ein Neues die Ärmel hochkrempeln und sich mit gegenseitiger Hilfe neue Hoffnung geben. „Kommern packt an“ war das treffende Motto für ein Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer im Stadtgebiet Mechernich. Gleich mehreren Ortschaften im Stadtgebiet Mechernich hat das Hochwasser übel mitgespielt, schon jetzt haben rund 2.000 Betroffene bei der Stadt Anträge auf die Soforthilfen des Bundes gestellt – und es werden wohl noch mehr werden.

Natürlich musste das Benefizkonzert unter Corona-Bedingungen stattfinden. So durften maximal 1.000 Besucher auf den Arenbergplatz. Am Eingang an der Kölner Straße wurden deshalb Bändchen verteilt, um die Zahl der Konzertbesucher überprüfen zu können. Der Einlass war ausschließlich nur für getestete, geimpfte oder genesene Personen gestattet und kostenfrei.

Um 11:00 Uhr wurde auf dem Arenbergplatz in Kommern zur Einstimmung auf den besonderen Tag eine Messe der katholischen Kirche St. Severinus gehalten, zelebriert von Prof. Dr. Dr. Hans Fuhs und Kreisdechant Guido Zimmermann. Unser Hospitant Hans-Diethard Eichinger Hess war für die Gestaltung des Altars zuständig.

Nach dem kirchlichen Auftakt stand der Dank der Politik auf dem Programm. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Ortsbürgermeister Rolf Jaeck und der Vorsitzende der Mechernich-Stiftung Ralf Claßen waren tief beeindruckt von der „enormen Hilfsbereitschaft“ und Solidarität. Man bedankte sich bei allen Helfern, darunter Feuerwehr, Firmen, Landwirten, Bundeswehr und THW. Ohne die zahlreichen Helfer wäre Kommern „im Müll versunken“.

Anschließend begann an gleicher Stelle um 12:00 Uhr das Benefizkonzert mit der Kölsch-Pop-Band „Funky Marys“. Neben ihrem Auftritt waren u. a. der Musikverein Eicks, Kinderliedermacher Uwe Reetz, die Kölschrock-Band „Eldorado“, die Band „SchoHnzeit“, die Coverband „Strik Up“ und der Kommener DJ Olli im Programm. Die Schirmherrschaft für dieses Benefizkonzert hat der Kölschrock-Musiker und Wahl-Mechernicher Stephan Brings übernommen, der ebenfalls auf der Bühne stand. Alle Künstler traten zugunsten der Hochwasseropfer kostenfrei auf. Auf Initiative unseres Literaten Christian Böhm konnten wir Greesberger die Funky Marys und die Band Eldorado für einen kostenfreien Auftritt in Kommern gewinnen. Damit haben wir auch einen Teil zum Gelingen des Benefizkonzertes beitragen können.

Die Organisatoren des Benefizkonzerts erhielten große Unterstützung von vielen ortsansässigen Firmen. Eine Veranstaltungstechnikfirma stellte die Beschallungs-Anlage zur Verfügung und den Getränkeausschank übernahmen Verantwortliche der Kommener Gaststätten. Welche Freude und Begeisterung kam plötzlich bei Markus Otrzonsek und Jürgen Kuhse auf, als gegen 12:00 Uhr der Schankbereich geöffnet wurde. Beide haben in dem im Mai 2021 gegründeten „Gaffel Fründe“-Club eine neue Heimat gefunden. Und nichts anderes als dieses leckere Kölsch wurde bei der Benefizveranstaltung ausgeschenkt. Die „Gaffel Fründe“ haben sich verpflichtet, ihre Liebe zu ihrem Lieblingsbier stets zu zeigen und niemals zu verleugnen sowie die Menschen für dieses einzigartige Kölsch zu begeistern. Das ist ihnen am Sonntag verdammt gut gelungen.

Es wurde natürlich nicht nur an die „großen“ Besucher gedacht. Für die Kinder stand die Märchenfee Alisande parat, um die kleinen Besucher zu schminken. Bunt bemalt wuselten die Kinder den ganzen Tag über den gut gefüllten Platz und hatten ihren Spaß.

Während des Konzertes wurde immer wieder darauf hingewiesen, warum man an diesem Tage zusammengekommen war. „Mancher steht vor einer scheinbar ausweglosen Situation – da ist es wichtig zu spüren, dass es Solidarität gibt.“ Die Spendeneinnahmen, die an die Mechernich-Stiftung gehen, werden in Abstimmung mit den Ortsbürgermeistern nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern an die echten „Härtefälle“ verteilt. Die Mechernich-Stiftung sei der Garant dafür, dass das gesammelte Geld tatsächlich den am schwersten betroffenen Menschen zu Gute kommt.

 

Man wird denjenigen helfen, bei denen es um die Existenz geht, die z. B. keine Elementarversicherung abgeschlossen haben oder sozial schwächer gestellt sind als andere. Dazu wolle man die jeweilige Hilfsbedürftigkeit der Betroffenen vor Ort über die Ortsbürgermeister kontrollieren lassen, „damit die Hilfe da ankommt, wo sie sinnvoll und nötig ist“.

 

Die Greesberger hatten auch eine Spende von 600,00 € mit nach Kommern genommen. Die Übergabe erfolgte offiziell mit Ankündigung. Dazu wurden der Präsident M. Otrzonsek, Geschäftsführer G. Steinhausen und Ehrenreitercorpsführer J. Herrmann vom Veranstalter auf die Bühne geholt. Für unsere Großzügigkeit erhielten wir vom Publikum anhaltenden Applaus. Wir hoffen sehr, dass wir am Sonntag ein spendenfreudiges Publikum auf dem Arenbergplatz hatten. Das Geld wird wirklich dringend gebraucht.

 

Wir sagen „Dankeschön“ für die Einladung und wir freuen uns, dass auch wir ein wenig zum Gelingen des Benefizkonzertes beitragen konnten. Ein Dankeschön von uns geht auch an die 1. Vorsitzende der KG Greesberger Kommern 1947 e. V. Nicole Reipen und an unseren Hospitant Hans-Diethard Eichinger Hess, die uns sehr gut betreut und bewirtet haben. Nach dem Auftritt von Stephan Brings fuhren wir wieder zurück nach Köln. Wir haben ein paar schöne, unbeschwerte Stunden inmitten großer Solidarität beim Benefizkonzert in Kommern erleben dürfen. GS

Quelle: Wochenspiegel, Ausgabe Montag, 09.08.2021

            Agentur ProfiPress

 

 


Greesberger helfen Greesbergern

Ein schweres Unwetter und damit einhergehende Regenfälle haben am 14. Juli 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Hochwasserkatastrophe ausgelöst. Es war eine Flut-Katastrophe von historischem Ausmaß. Die Flut-Katastrophe war ein Szenario, das sich niemand im Jahr 2021 mitten in Deutschland vorstellen konnte. Die Folgen der Regenmassen waren verheerend.

Jeder von uns hat Mitte Juli die erschütternden Bilder gesehen, wie Fahrzeuge auf Autobahnen plötzlich untergingen, Campingwagen an Brücken wie Spielzeug zerdrückt oder ganze Häuser einfach weggespült wurden. Diese Unwetterkatastrophe hat für Deutschland unvorstellbare Dimensionen angenommen. Wir erlebten in diesen Tagen eine unfassbare Tragödie.

Die Überschwemmungen im Westen Deutschlands hatten dramatische Folgen für die Bewohner. Dörfer und Häuser wurden überschwemmt, vielerorts fielen Strom und Mobilfunk aus. Viele Gebäude sind eingestürzt und Existenzen sind bedroht. Die Hochwasserkatastrophe brachte Chaos, Verwüstung und Leid. Es war kein Hochwasser, dass man mit Schrubber und Wischeimer wieder beseitigen konnte, sondern eine Flut, die die gesamte Infrastruktur in einigen Orten zerstört hat. Mindestens 180 Menschen haben in NRW und Rheinland-Pfalz ihr Leben verloren, mehr als 680 Verletzte wurden gezählt. Die Zahl der Todesopfer macht uns sehr betroffen. Es ist tragisch, dass Menschen gestorben sind und so viele ihr Hab und Gut verloren haben. Das Ausmaß der Katastrophe wurde erst nach ein paar Tagen allmählich sichtbar und die aktuellen Nachrichten, die uns täglich aus den überfluteten Gebieten erreichen, sind erschütternd. Zahlreiche Helfer sind in den betroffenen Gebieten unterwegs oder vor Ort im Einsatz. In diesen Stunden zeigt sich eine große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, um den Menschen zu helfen, die durch die Flut ihr Zuhause verloren haben. Dort wo der Schock langsam nachlässt, folgt die Trauer über den plötzlichen und schrecklichen Verlust. Mehrere Städte haben Telefonnummern für Menschen eingerichtet, die ihre Hilfe anbieten wollen. Diverse Organisatoren haben zu Spenden aufgerufen. Es wurden Rufnummern geschaltet, über die man Auskünfte zu Spenden und Unterstützungsangeboten erhält. Die Hilfs- und Spendenbereitschaft zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe in Deutschland ist riesig. Einige Kölner Karnevalsgesellschaften haben spontan zu einer Spendenaktion aufgerufen. Der Bund Deutscher Karneval hat seine Mitglieder aufgefordert, sich an der Solidaraktion "Hochwasser-Katastrophe - Karnevalisten helfen Karnevalisten“ zu beteiligen.

 

Auch wir Greesberger wollen nicht untätig zuschauen. Deshalb haben wir ein Spendenkonto eingerichtet. Da wir selbst Betroffene und Geschädigte in der Gesellschaft haben, soll das Spendenvolumen den Betroffenen zu Gute kommen. Wir führen die Spendenaktion unter dem Titel „Greesberger helfen Greesberger“. In unserem Spendentopf sind stolze 3971,00 € zusammengekommen. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die mit ihrer Spende zu diesem schönen Ergebnis beigetragen haben.

In Abstimmung mit dem geschäftsführenden Vorstand haben wir in einem Auswahlverfahren nach der Schadenshöhe (gering, mittel und hoch) und durch weitere Kriterien die Auszahlungsbeträge für die betroffenen Personen* festgelegt. Selbstverständlich haben wir uns vergewissert, dass ein glaubhafter Schaden durch die Flutkatastrophe vorlag.

 

Durch kleine Geldspenden konnten wir so das Leid der Betroffenen ein wenig mildern. Sehr lobenswert war auch der spontane Einsatz einiger aktiver Mitglieder des Reitercorps, die einem Mitglied des Reservecorps bei der Beseitigung der Schäden durch das Hochwasser geholfen haben. Aber auch bei der Grundrenovierung war das Schmölzje vom Reitercorps behilflich.   

 

Eine unfassbar schwere Zeit für alle, die mit dieser Ausnahmesituation konfrontiert wurden und werden – insbesondere für die direkt Betroffenen. Danken muss man vor allem den vielen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfern, den Einsatzkräften der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk und den Wohlfahrtsverbänden, wie z. B. dem Deutschen Roten Kreuz, der Caritas, der Diakonie und so vielen mehr.

 

Die Natur hat uns vor Augen geführt, dass es dringend Zeit wird, den Klimawandel einzudämmen. Wir müssen jetzt gemeinsam daran arbeiten, dass solche Katastrophen nicht zum Alltag werden. Die Hilfsbereitschaft war nicht nur für die Hochwasser-Betroffenen ein Lichtblick. Das war ein ganz tolles Zeichen und es war auch dringend notwendig. Normalität wird erst in Monaten oder Jahren wieder einkehren. Was wird bleiben von der Jahrhundertflut? Eine Welle der Hilfsbereitschaft – unbedingt. Zusammenhalt – auf jeden Fall! Die große Hilfsbereitschaft drückt etwas ganz Besonderes aus: Unterstützung, Freundschaft und Zusammenhalt, wenn es darauf ankommt. Solidarität und Zusammenhalt sind keine Fremdwörter mehr für uns. Das Sturmtief „Bernd“ wird leider in die Geschichtsbücher eingehen.                                                                                                                                                                                                      GS

 

*Hinweis:  Aus Datenschutzgründen werden keine Namensnennungen durchgeführt.                             

 


Stammtisch im Maritim Hotel  (22.Juli 2021)

Am Aschermittwoch 2021 endete in Köln eine außergewöhnliche Karnevalssession. Das Pandemiegeschehen gab den Takt vor: Ein Fest, das sonst durch Nähe, Gesang und Schunkeln bekannt war, musste Corona konform werden. Unser öffentliches und privates Leben war auch nach Ende der Session durch das Coronavirus immer noch stark eingeschränkt.

Schon während der Session wurde das Wort „Alaaf“ weitgehendst verdrängt durch das Wort „Online“ oder „Streaming“. Auch nach der Session änderte sich dies nur unwesentlich. Da war das gebräuchlichste Wort in unserem karnevalistischen Sprachgebrauch „Zoom-Meeting.“ Wurden Ende 2020 noch Senatsvorstandssitzungen und Sitzungen des geschäftsführenden Vorstands „Face de Face“ abgehalten, konnten nach der Session nur noch „Online“-Sitzungen durchgeführt werden. Von gemeinsamen Treffen war zu diesem Zeitpunkt keine Rede mehr. Eine völlig neue Kommunikationswelt, an die man sich erst gewöhnen musste. Mit Beginn des 3. Quartals aber, als dann der Corona-Inzidenzwert in Köln unter 10 fiel, wurden die Einschränkungen wieder gelockert.

 

Diese Lockerungen haben dann unseren Präsidenten Markus Otrzonsek veranlasst, ein Greesberg-Treffen zu organisieren. Es sollte für die erste Zusammenkunft ein außergewöhnlicher Stammtisch in einem schönen Ambiente in einer angemessenen Location werden. Und so stand in der Einladung, dass dieses Treffen am Donnerstag, 22.07.21, im Gourmet-Restaurant „Bellevue“ des Maritim-Hotels Köln stattfinden sollte. Besonders elegant ist das Restaurant Bellevue in der 5. Etage des Hotels, in dem der Gast neben einem schönen Blick auf Köln, auch eine gehobene Gastronomie geboten bekommt. Im Sommer werden diese Köstlichkeiten auf der Dachterrasse serviert. Da an jedem Donnerstag ab 18:00 Uhr auf der Terrasse das „Skyline BBQ“ stattfindet, war dies nun das geeignete Event für die 25 angemeldeten Mitglieder aus der Gesellschaft. So hatten alle Gefallen an dieser Einzigartigkeit. Was für ein seltsames Gefühl jetzt wieder einen Stammtisch in Echt und in Präsenz durchzuführen! Wer weiß, wie lange es noch möglich ist, denn die Zahl der Neuinfektionen steigt seit Ende Juli in Deutschland wieder an.

 

Nachdem nun jeder seinen Platz an den reservierten Tischen eingenommen hatte, wurde das Schmölzje von Senatspräsident Hermann Josef Kastenholz und Präsident Markus Otrzonsek begrüßt. Das war die Einleitung zu einem gemütlichen Stammtischabend. In gastronomischer Hinsicht lässt das Hotel Maritim keinerlei Wünsche offen. Das gehobene, hochpreisige Essensangebot ist non bester Qualität und war für uns ein Genuss.  Es ist ein tolles Erlebnis in diesem Restaurant zu speisen. Die Qualität der Speisen ist von besonderer Güte. Da konnte sich keiner beschweren. Eine schöne Geste war die Getränkerunde der Direktion des Maritim Hotel für unsere Mitglieder.

 

Seit Monaten wurden anstehende Ehrungen und Ernennungen vor uns hergeschoben, die wegen Corona nicht durchgeführt werden konnten. Jetzt hatten wir erstmalig wieder die Gelegenheit, einige Urkunden an anwesende Jubilare auszugeben. Geehrt wurde Senator Michael Nolte für seine 50jährige Mitgliedschaft bei den Greesbergern. Für dieses besondere Jubiläum bekam er neben der Urkunde auch unser Fensterbild mit Greesberg-Logo überreicht. Ebenfalls wurde eine Ehrung unserem Ehrenreitercorpsführer Jörg Herrmann zuteil, der nun auf eine 25-jährige Mitgliedschaft zurückblicken konnte. Mit der Ernennung von Mitglied Kurt Robert Gottlieb zum Senator, wurde er in den Senat der Greesberger aufgenommen. Unser Jubilar Helmut Häßlein erhielt neben der Urkunde vom Senatspräsidenten Hermann Josef Kastenholz auch noch die Ehrenplakette „25 Jahre Senator“ überreicht. Einen Blumenstrauß gab es außerdem für Brigitte Häßlein, die ihren Helmut in das Maritim-Hotel begleitet hatte. Damit war es aber noch nicht genug. Unser neues Mitglied Jakob Schmitz und unser Ehrensenator Markus Kirschbaum bekamen von unserem Präsidenten Markus Otrzonsek die Gesellschaftsnadel überreicht. Diese vergoldete Nadel ist das äußere Erkennungszeichen der Zugehörigkeit zur G.K.G. Greesberger e.V. Köln von 1852.  

 

 Danach hatten wir noch viel Zeit, um uns nach der langen Unterbrechung durch Corona noch ausgiebig miteinander zu unterhalten. Gegen 22:00 Uhr ging dann der gesellige Abend so langsam zu Ende und die Greesberger machten sich auf den Heimweg.    GS

Bildquelle: Gesellschaft


Greesberger helfen Greesberger- Hochwasser Katastrophe (19.Juli 2021)

 

Liebe Greesbergfamilie,

 

die meisten von uns haben die Katastrophe nur aus der Ferne mitbekommen.

Wir haben das Wasser nicht an uns vorbei toben sehen,

wir mussten keine Angst um unser Leben haben,

wir mussten nicht ertragen, wie Menschen um uns herum ihr Leben verlieren.

Und doch ist diese Katastrophe so gross, dass sie auch uns,

die wir sie nicht direkt erlebt haben, ganz nah kommt.

 

Wir können nur Solidarität mit den Flutopfern bekunden. Wir haben ja selbst bei den Greesbergern 4 Personen,

die betroffen sind und die durch das Hochwasser massive Wasserschäden erlitten haben.

 

Freundlich zugedachte Geldspenden für Hochwassergeschädigte bitte auf das folgenden Konto überweisen:

Organ: G.K.G. Greesberger e.V. Köln von 1852

Bank: Sparkasse KölnBonn

IBAN: DE49 3705 0198 0014 952956

BIC: COLSDE33

Kennwort: Hochwasserhilfe Greesberger


Führung durch das RheinEnergieSTADION am Samstag (03. Juli 2021)

Eine Auswahl von 83 Millionen Bundestrainerinnen und Bundestrainern traf sich am Samstag, 03. Juli 2021, gegen 14:00 Uhr vor der FC-Museumsloge an der Nordtribüne des RheinEnergieSTADIONs zu einer geführten Besichtigung. Unter den 30 Besuchern waren auch Kiebitze, die mit Fußballvereinen der 1. und 2. Bundesliga und sogar mit einem Verein der Regionalliga West sympathisieren. Da muss in der Kindheit etwas falsch gelaufen sein.

 

Den älteren Herrschaften ist im Sprachgebrauch auch noch die Bezeichnung „Müngersdorfer Stadion“ im Stadtteil Müngersdorf bekannt. Durch einen Sponsorenvertrag im Jahre 2004 trägt das Stadion den Namen des Kölner Energieversorgers RheinEnergie. Der Eigentümer und Betreiber ist die Kölner Sportstätten GmbH. 

Wer an Müngersdorfer Stadion denkt, erinnert sich auch bestimmt an die Zeltinger Band. Einer ihrer größten Hits war nämlich „Müngersdorfer Stadion“.

 

Dieser Text lässt sich auch heute noch locker mitsingen.

Müngersdorfer Stadion,

Müngersdorfer Stadion,

Müngersdorfer Stadion,

Am besten, ich gehe schwimmen im Stadion,

Ich fahre schwarz mit der KVB,

Die Markfünfzig tut denen auch nicht weh.

 

30 fußballbegeisterte Greesberger wollten FC-Insider-Informationen erfahren und Einblicke erhalten, die sonst nur den Spielern, Trainern und anderen Machern ermöglicht werden. Wörtlich sagte einer der beiden Stadionführer: „Hier im Stadion könnte man nun Dinge erleben, die man sonst nie sieht.“ 

Da war auch direkt die Frage erlaubt: „Auch Tore?“

 

Wegen der Besucherstärke wurden zu Beginn der Führung die Greesberger in zwei Gruppen eingeteilt.

Selbstverständlich fand die Führung im RheinEnergieSTADION unter Einhaltung der aktuellen CoronaSchVO statt.

 

Während des knapp 1 ½-stündigen Rundgangs erfuhren die Teilnehmer nicht nur Wissenswertes zur Geschichte und Architektur des Stadions, sondern auch einiges über den Rasen. Natürlich gab es auch viele interessante Geschichten zum 1. FC Köln. Neben der Besichtigung des TV-Studios, der Presseräume und der Gaffel-VIP-Loge konnten auch die Umkleide- und Entspannungsräume der Sportler begangen werden. 

 

Dann wurde uns Wissen vermittelt, wo die Geometrie eine große Rolle spielt. 

Interessant war nämlich, dass der Zapfhahn der Theke in der Gaffel-Loge genau ausgerichtet ist auf die Mittellinie des Spielfeldes und somit eine Gerade bildet. Im  Zusammenhang mit dem Rasen war sehr interessant, dass es sich dabei um eine nach außen gewölbte Fläche (konvexe Fläche) handelt. Der Mittelpunkt liegt etwa 28 cm höher, als die Flächen der Seitenlinie auf gleicher Ebene. Durch diese Maßnahme kann das Wasser bei Regenschauern links und rechts ablaufen und es bilden sich somit keine Regenpfützen. Die älteren Teilnehmer unter uns können sich bestimmt noch an die Wasserschlacht bei der Weltmeisterschaft 1974 zwischen den Nationalmannschaften der Bundesrepublik Deutschland und Polen erinnern. Dabei handelte es sich um den unbespielbarsten Fußballplatz der WM-Geschichte.

 

Das Highlight war der Einmarsch vom Innenbereich in das Stadion. Dieser erfolgte mit Unterstützung der Beschallungsanlage, aus der lautstark die FC-Hymne dröhnte und uns zum Mitsingen animierte.   

 

Die Führung im RheinEnergieSTADION endete genau nach der festgelegten Spielzeit. Wer nun erwartet hätte, dass die beiden Stadionführer einen Pokal überreicht bekommen, lag etwas daneben. Aber unser Präsident Markus Otrzonsek war auf eine Ehrung vorbereitet und überreichte an die beiden Herren unsere letzten Sessionsorden von 2021. 

 

Das Stadion wird jedoch auch als Veranstaltungsort für Großkonzerte genutzt. Hier standen schon unter anderem Phil Collins, Herbert Grönemeyer, The Rolling Stones, die Toten Hosen, Depeche Mode, Helene Fischer und viele mehr auf der Bühne. Neben den soeben genannten Großevents finden jährlich auch eine Vielzahl von Firmenveranstaltungen in den Business-Bereichen des Stadions statt.

   

Das Stadion ist auch noch von anderen Sportanlagen umgeben: Eine Radrennbahn (das Albert-Richter-Radstadion), mehrere Fußballplätze, davon einer mit Tartanbahn, ein Schwimmbad, das Trainingsgelände des ASV Köln und die Hockey- und Tennisplätze von Rot-Weiß Köln. Auch die Sporthochschule Köln befindet sich in der unmittelbaren Nähe.

 

Bei besonderen Spielen gibt es auch schon mal eine Verlängerung. Eine Verlängerung bzw. die dritte Halbzeit wurde nach der Stadionführung im Restaurant Landhaus Kuckuck eingeleitet. Diesmal ging es aber nicht darum, einen Gewinner zu ermitteln, sondern einfach darum, noch ein bisschen Geselligkeit und Spaß zu haben.  Die Gewinner standen ja schon vorher fest, denn das waren ja wir Greesberger, die an der Führung teilgenommen haben.  

Das Restaurant Landhaus Kuckuck erfreut sich einer langen Tradition und ist seit vielen Jahren ein beliebter Anlaufpunkt für Gourmetkenner im Kölner Westen. Auch vor den FC-Heimspielen trifft sich auf der Sonnenterrasse die Fangemeinschaft auf ein leckeres Kölsch. 

 

Der Getränkeservice plätscherte in den ersten 10 Minuten so etwas vor sich hin. Man befand sich quasi noch in der Aufwärmphase. Um auch hier in der Fußballsprache zu bleiben: „Erstmal Position beziehen, kein Risiko eingehen und abwarten, welche Strategie der Gegner in der Verlängerung plant.“ Aber dann nahmen die Aktionen in der Verlängerung Fahrt auf und die Startphase war nun vorbei. Getränke und die vorbestellte Bratwurst bzw. Currywurst sorgten nun für einen Ausgleich des Energieverbrauchs während der 1 ½-stündigen Spielzeit. Jeder konnte jetzt nach eigenem Ermessen seinen Energiehaushalt wieder regulieren.

 

Fazit: Die Greesberger haben mit dieser Veranstaltung einen hohen Sieg eingefahren, und sich damit zu Ligabeginn an der Tabellenspitze etabliert.           
GS


Osterüberraschung vom Senatsvorstand der Greesberger

 

Schon längst gehören die Geschenke für die Liebsten zum Osterfest dazu und beschränken sich nicht mehr nur auf bunte Ostereier. Ostern ist zwar nicht Weihnachten, aber inzwischen schenken viele Menschen ihren Liebsten, vor allem den Kindern, eine Kleinigkeit zu Ostern. Hinter den Ostergeschenken steht aber wie bei vielen Dingen ein alter Brauch, so wie es ein kurzer Blick in die Geschichte zeigt. 

 

Zu Ehren der angeblichen Frühlingsgöttin Ostara - der germanischen Göttin der Fruchtbarkeit und des Lebens - wurden bereits im ersten Jahrhundert an Freunde und Familie Eier verschenkt. Diese waren in der heidnischen Kultur ein Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit. 

Auch die christliche Kirche deutete das Ei als Sinnbild neuen Lebens und Zeichen für die Auferstehung Christi. Das Ei ist zunächst verschlossen und im Inneren wächst ein Leben heran. Wie sich das Küken aus dem Ei befreit, so hat sich auch Jesus am Ostermorgen aus dem Grab in Jerusalem befreit. 

Aufgrund der Fastenzeit durften die Menschen bis Ostern neben Fleisch auch keine Eier essen. Dies hatte zur Folge, dass eine Menge Eier übrigblieben. Um sie haltbarer zu machen, wurden sie abgekocht. So hatten die Eier zu Ostern neben dem symbolischen auch einen praktischen Grund. Jetzt mussten die ungekochten nur noch von den gekochten Eiern unterschieden werden. Hierfür wurden die gekochten Eier ganz einfach rot gefärbt. Diese Eier wiesen durch ihre rote Farbe auf den auferstandenen Christus und das durch ihn vergossene Blut hin.

 

Ostergeschenke gehören zu Ostern wie das Ei zum Osterhasen. Oftmals fehlt es jedoch an Ideen und Inspirationen, was die Wahl des richtigen Geschenks angeht. Dies kann man allerdings unserem Senatspräsidenten Hermann Josef Kastenholz nicht nachsagen. Die Jungs vom Senatsvorstand haben ganz tief in die Ideenkiste gegriffen und sind auch fündig geworden. 

Köstliche Pralinen von unvergleichlicher Qualität aus der Pralinenmanifaktur „Leonidas“ sollte 

als schöne Geschenkidee mit einem netten Brief an alle Greesberger verschickt werden. Somit wurde kurz vor den Ostertagen diese leckere Schokoladenkreation auf den Weg gebracht. Der Genuss der besten belgischen Schokolade ist ein Moment puren Glücks. Diese kleine Aufmerksamkeit vom Senat kam bei allen Mitgliedern sehr gut an. Das ist in der Regel immer so, wenn man auf etwas nicht vorbereitet ist und auf so schöne Weise überrascht wird. Die Beschenkten bedankten sich beim Senatsvorstand auf verschiedenste Art, z. B. über E-Mail, WhatsApp oder Facebook, aber auch über Telefon und natürlich suchten einige von uns auch das persönliche Gespräch. Damit war die Osterüberraschung bestens gelungen. Wer das Gefühl verspürte, dass Ostern in der Vergangenheit etwas von seinem Glanz verloren hat, weil es heutzutage so verhalten zelebriert wird, der sah durch die Geschenkaktion des Senats das Osterfest wieder ins rechte Licht gerückt.